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Umland Wennigsen Nachrichten Neue Ideen für Umbau des Dorfhauses
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00:39 07.05.2018
Die Ortsratsmitglieder Holger Urbanek (von links), Angelika Schwarzer-Riemer, Harm Kolberg, Ernst Herbst und Moderator Frank Wenzel sortieren die neuen Ideen und Anregungen. Quelle: Ingo Rodriguez
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Evestorf

 Zähes Ringen und Geduldsspiel: In Evestorf wollen der Ortsrat und der Verein Dorfgemeinschaft die langjährigen Pläne für einen dringend notwendigen An- und Umbau des Dorftreffpunkts mit integriertem Feuerwehrgerätehaus beschleunigen. Eine Bürgerversammlung hat jetzt neue Anregungen für künftige Nutzungskonzepte und die Umgestaltung geliefert. Trotzdem müssen sich die Evestorfer weiter in Geduld üben. Alle bisherigen Konzepte müssen überarbeitet werden – einerseits, um die von der Feuerwehrunfallkasse (FUK) geforderten Veränderungen für den Standort der Einsatzabteilung zu realisieren, andererseits, um Fördergelder zu beantragen.

„Wie sieht das Dorfgemeinschaftshaus der Zukunft aus? Wie kann es sich verändern? Was soll erhalten bleiben?“: Mit diesen Fragen machte Moderator Frank Wenzel den Sinn der Ideenfindung deutlich: eine zwangloses Meinungsbild. Gleichzeitig löste der stellvertretende Ortsbrandmeister aber auch Irritationen aus. Gebe es denn nicht schon längst Entwürfe, wollten viele der Gäste wissen. Immerhin ist im Dorf seit Jahren bekannt, dass das Gebäude in Richtung Terrasse erweitert werden soll, damit für die Feuerwehr eine Abgas-Absauganlage und Umkleiden eingerichtet werden können. Außerdem soll beim Umbau Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Wozu also nun die Aktion? Es war noch keine einzige Ideenkarte beschrieben worden, da war zunächst Aufklärungsarbeit angesagt.

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Impressionen von der Ideensammlung für das künftige Dorfgemeinschaftshaus:

Zwar gebe es einen favorisierten Grundriss aus dem Jahr 2014 und Entwürfe, die von der Gemeindeverwaltung überarbeitet worden seien, teilten Ortsbürgermeister Ernst Herbst und Stellvertreter Harm Kolberg mit. Die FUK-Forderungen und ein Förderantrag seien so aber nicht umsetzbar. Deshalb müsse nun auch ein Nutzungskonzept nachgeliefert werden, das dann von der Gemeinde weiter entwickelt werden soll. Für die Planung sind laut Herbst 5000 Euro im laufenden Haushalt berücksichtigt.

Dann war Bürgerbeteiligung gefragt. Die rund 25 anwesenden Dorfbewohner notierten etliche Ideen für das künftige Dorfhaus auf Pappkarten – darunter kleinere Wünsche wie ein Wickeltisch, eine neue Musikanlage und drahtloser Internetzugang, aber auch anspruchsvollere Ideen wie eine Dachterrasse. Diese Wünsche wurden in einem zweiten Arbeitsschritt in verschiedene Kategorie an einer Wand einsortiert. Anschließend sollten die Evestorfer jeweils fünf besonders wichtige Anregungen mit einem Punkt bemalen. Das Ergebnis der Punktesammlung offenbarte, was ihnen besonders wichtig ist: Barrierefreiheit, Toiletten mit Außenzugang, besserer Schallschutz zur Nachbarschaft, ein Jugendraum mit Billardtisch und Fußballkicker, mehr Parkplätze und eine Gastronomie, die auch für Evestorfer ohne Vereinsmitgliedschaft zur Verfügung steht.

Nach etwa eineinhalb Stunden teilte Ortsbürgermeister Herbst mit, wie es weiter gehen soll. „Wir werden das Ergebnis an die Planungs- und Fördergeldträger weiter geben und uns für realisierbare Anregungen einsetzen“, sagte Herbst. Weiterhin gehe es darum, zeitnah Vorschläge umzusetzen, die sich ohne bauliche Veränderungen realisieren ließen. Mit einem ersten Spatenstich für den Umbau ist laut Ortsrat jedoch nicht vor 2020 zu rechnen.

Von Ingo Rodriguez

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