Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Feuerwehr warnt: In Sorsum wird das Löschwasser knapp

Sorsum Feuerwehr warnt: In Sorsum wird das Löschwasser knapp

Wegen einer defekten Saugstelle wird das Wasser knapp: In Sorsum wünscht sich die Feuerwehr eine Verbesserung der Wasserentnahmestellen. Im Ernstfall könnte das fehlende Wasser große Schwierigkeiten bereiten. 

Voriger Artikel
Kindertheater: Ungeheuer Grüffelo kommt nach Holtensen
Nächster Artikel
Friedhof-Fichten werden gefällt

Der Mühlbach ist eine Quelle für die Feuerwehr.

Quelle: Stephan Hartung

Sorsum.  Ehrenamtlich und bei jeder Gefahr im Einsatz sein – da zählt jede Sekunde. Die Ortsfeuerwehr Sorsum handelt in dieser Hinsicht nicht anders als jede andere freiwillige Feuerwehr. Nur mit einem Unterschied: In Sorsum wird das Wasser knapp. 

Zwar gab es 2017 „nur“ zwei Einsätze, im Januar dieses Jahres zwei weitere wegen eines Orkans. Aber bei wirklichen Großeinsätzen würde die fehlende Wassermenge Schwierigkeiten bereiten – und das könnte im Ernstfall fatale Folgen haben.  „Die Löschwasserversorgung in Sorsum ist ein echtes Problem“, sagt Ortsbrandmeister Jörg Schönfeld. Damit meint er die defekte Saugstelle an der Lemmier Straße. „Die Saugstelle wurde schon 2015 bei Mäharbeiten beschädigt. Der Stutzen wurde im vergangenen Jahr wieder gerichtet, aber nach fünf Minuten Wasserentnahme war Schluss“, berichtet Schönfeld.

Wasser entnehmen kann die Ortsfeuerwehr auch aus dem Löschteich an der Waldorfschule oder aus dem Wennigser Mühlbach am südlichen Ortsrand von Sorsum – beides ist aber umständlich und kostet Zeit. Im Ernstfall jedoch zählt jede Sekunde.  Vor allem der Mühlbach als Wasserstelle, hier können die Feuerwehrleute kaum gefahrenlos und trockenen Fußes das Wasser als Quelle zapfen. Ein besserer Untergrund und eine Staumöglichkeit könnten Abhilfe schaffen. Darauf wies Jörg Schönfeld auch zuletzt bei der Jahresversammlung der Ortsfeuerwehr hin.

Der Gemeinde Wennigsen sind diese Probleme bekannt. Lösungen sind teilweise in Sicht, dies betrifft zunächst die Wasserquelle am Teich – mit einer Pflasterung, sodass die Feuerwehrleute ohne Gefahr und ohne Hineinklettern ins Wasser das benötigte Löschwasser fördern können. „Wir haben mit der zuständigen Firma alles abgestimmt und wollen in der neunten Kalenderwoche damit beginnen. Wegen der aktuellen Witterung ist es aber wahrscheinlich, dass wir erst etwas später anfangen können“, sagt Armin Breig von der Abteilung Tiefbau der Gemeinde. Denn für eine Grundversorgung mit Löschwasser zu sorgen, das ist Aufgabe der Gemeinde. 

Hinsichtlich der Saugstelle an der Lemmier Straße gibt es allerdings noch keinen Zeitplan. „Wir haben versucht, die Stelle wieder in Stand zu setzen. Es fließt aber kein Wasser nach“, sagt Breig und meint, dass kurzfristig keine Lösung in Sicht sei. Früher oder später müsse man hier über eine Zisterne für Löschwasser nachdenken, sagt Armin Breig.

Von Stephan Hartung

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr aus Nachrichten
Ihr Kontakt zur Redaktion

Jennifer Krebs:
Telefon: 05108 642 - 117
E-Mail: jennifer.krebs@haz.de