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Nachrichten Flüchtlinge trainieren mit Ü-60-Kickern
Umland Wennigsen Nachrichten Flüchtlinge trainieren mit Ü-60-Kickern
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00:15 10.03.2016
Volltreffer: Seit einem Jahr trainieren Flüchtlinge und die Ü-60-Fußballspieler des TSV Wennigsen gemeinsam. Am Ball sind alle mit großem Einsatz dabei. Quelle: Carsten Fricke
Wennigsen

„Die Mannschaft hat sich damit auf eine große Herausforderung eingelassen“, sagt Teammitglied und Integrationslotse Jürgen Welk, der die Idee hatte, die TSV-Senioren und fußballbegeisterte Flüchtlinge zusammenzubringen. Schließlich seien viele ihrer neuen Mitspieler zwischen 20 und 30 Jahre alt. „Die bringen uns Oldies ganz schön aus der Puste“, verrät er. Auf der anderen Seite könnten die jungen Flüchtlinge viel von den älteren Kickern, von denen etliche früher in der ersten Mannschaft des TSV spielten, lernen.
„Die meisten hier können aber schon richtig gut kicken“, erzählt Welk. Die Gedanken der TSV-Trainer Matthias Fetköther und Amir Alizadeh gehen daher sogar schon weiter. „Wir wollen versuchen, die jungen Leute in die dritte Herrenmannschaft aufzunehmen“, sagt Fetköther. Ein 32-jähriger Syrer sei ihm besonders aufgefallen. „Der ist richtig gut“, ergänzt er.
Unabhängig von einer Aufnahme ins Herrenteam können die Flüchtlinge weiter regelmäßig mit den Ü-60-Spielern trainieren. Wegen der großen Nachfrage unter den zumeist jungen Männern aus Afghanistan, Syrien, Albanien, Montenegro und dem Irak laden die Trainer zusätzlich zum regulären Termin am Dienstag zurzeit auch am Sonntagmittag zum Training in die Sporthalle Im Lindenfelde ein.
Ab April geht es dann wieder raus auf den Rasen an der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Sechs bis acht Flüchtlinge seien stets bei ihren Trainingseinheiten dabei, sagt Welk erfreut. Die Sportkleidung dafür hätten ihnen viele TSV-Mitglieder gespendet.
Ismael Jalek aus Aleppo in Syrien genießt das Trainingsangebot und die fröhliche Atmosphäre sichtlich. „Es ist eine gute Idee, dass wir hier spielen können. Wir haben viel Spaß, und das Training verbindet uns mit vielen Menschen aus vielen Ländern“, sagt Jalek. „Die Basis ist eine gegenseitige Akzeptanz – und das klappt richtig gut“, betont Welk.

Von Carsten Fricke

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