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Geeignet für Solar? Gemeinde untersucht ihre Gebäude 

Wennigsen Geeignet für Solar? Gemeinde untersucht ihre Gebäude 

Auf dem Dach der KGS, auf dem Kindergarten Vogelnest oder auf der Turnhalle im Lindenfelde - wo lohnt sich eine Solaranlage? Wennigsen ist eine der ersten Kommunen aus der Region, die mit Unterstützung der Bürger vor zehn Jahren ihr eigenes Klimaschutzaktionsprogramm erarbeitet hat.

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Sonnenenergie nutzen: Die Gemeinde prüft Photovoltaik-Ausbau auf Dächern kommunaler Gebäude.

Quelle: Rainer Surrey

Wennigsen. Mit gutem Beispiel voran: Für den angestrebten Ausbau der Photovoltaik hat die Gemeinde Wennigsen ihre Gebäude auf ihre Eignung hin untersucht. Dabei spielten Fragen wie die der Zustand des Dachs, die Ausrichtung des Gebäudes und die Gefahr der Verschattung durch Bäume eine Rolle. Das Ergebnis: Das Dach der Feuerwehr in Argestorf ist mit Zementasbestwellplatten eingedeckt. Für das Dach des Degerser Dorfgemeinschaftshauses wäre eine Solaranlage eine zu große Last, die der Statik nicht Stand hält. Und auf die Kläranlage Evestorf fällt zu viel Schatten.

Die Übersicht war eine Anfrage von den Grünen. „Wir planen derzeit noch nicht aktiv“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke. Die interessantesten Flächen sind ohnehin entweder schon bestückt – auf dem Rathaus und auf dem Gebäude der Feuerwehr gibt es bereits Bürgersolaranlagen – oder befinden sich gerade in einer Sanierungs- oder Neubauplanung wie die Grundschule in Bredenbeck und die drei Turnhallen. „Die anderen Flächen prüfen wir gern noch einmal“, sagt Meineke und wiederholt damit das, was er kürzlich bereits im Bauausschuss angeboten hatte.

Wennigsen bekommt einen Klimaschutzmanager

Möglichst ab Mitte 2018 soll der neue Klimaschutzmanager die Initiativen zum Ausbau erneuerbarer Energien weiter forcieren. Auf Beschluss des Rates ist er im Stellenplan vorhanden. Der Bund fördert einen Klimamanager drei Jahre lang mit bis zu 90 Prozent. Ohne diesen Zuschuss könnte Wennigsen diese neue Personalstelle nicht umsetzen. Es handelt sich um eine volle Stelle.

Unterstützung beim Förderantrag gab es von der Region Hannover. Die Klimaschutzagentur habe das umfangreiche Paket erarbeitet und es dann der Wennigser Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt, „damit wir es bei der entsprechenden Stelle einreichen konnten“, sagt Bürgermeister Christoph Meineke.

Der Förderantrag wurde im Dezember gestellt. Sobald er bewilligt ist, kann die Stelle ausgeschrieben werden. Meineke spricht von Frühjahr. Er geht von etwa drei Monaten aus, die es wohl dauern wird, bis die Förderung durch ist. Eine Besetzung der neuen Stelle wäre dann zu Beginn der zweiten Jahreshälfte möglich.

„Wir wollen einen Schwerpunkt im Bereich energetischer Gebäudesanierung setzen bei der Stelle“, kündigt Meineke an. Da es sich bei den Gebäuden auch und vor allem um Schulen handele, solle der neue Klimaschutzmanager aber auch Öffentlichkeitsarbeit leisten und gemeinsam mit den Nutzern Konzepte entwickeln, sagt der Bürgermeister. Solar gehöre natürlich dazu. 

Wennigsens ehrenamtlicher Klimaschutzbeauftragter Detlev Krüger-Nedde will so ohne weiteres ersteinmal kein Gebäude ausschließen. Sonnenstrom könne sich auch für Ost-West-Dächer lohnen, sagt er und macht sich für neue Ökostromanlagen stark. Krüger-Nedde ist Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Calenberger Land und sitzt dort im Aufsichtrat. Die Ener:Go wurde im April 2015 gegründet und hat aktuell 90 Mitglieder, davon 14 aus Wennigsen. 

Die Energiegenossenschaft würde gerne eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der KGS in Wennigsen bauen und wartet auf eine Stellungnahme diesbezüglich seitens der Verwaltung. Die soll nun möglichst zeitnah erfolgen, wenn Martin Waßermann wieder da ist. Der Leiter der Wennigser Bauverwaltung kommt im Februar aus der Elternzeit wieder.

Das KGS-Dach in Wennigsen wäre das erste Projekt außerhalb der Stadt Gehrden, wo die Ener:Go bereits fünf Solaranlagen auf kommunalen Dächern betreibt. Die Gesamtschule wäre ein Pilotprojekt. Anders als bei Rathaus und Feuerwehr soll der Strom vom Schuldach nämlich weitestgehend nicht ins öffentliche Netz eingespeist werden, sondern für den Eigenbedarf erzeugt und vor Ort verbraucht werden. Auch der benachbarte Kindergarten könnte vielleicht mit angeschlossen werden. 

Die Energiegenossenschaft Calenberger Land würde mit der Gemeinde einen Pachtvertrag über die Nutzung der kommunalen Dachfläche abschließen. Die Solarmodule würden auf dem neuen Anbau der KGS montiert werden, der bereits vorgerüstet ist. 

Von Jennifer Krebs

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