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Umland Wennigsen Nachrichten Grundschul-Debatte: Hort fühlt sich außen vor
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00:34 01.06.2018
Taugen nicht als Fluchtweg: Die langen Flure haben Holzdecken. Auch deswegen muss in der Grundschule dringend etwas gemacht werden. Quelle: Jennifer Krebs
Bredenbeck

Die Erzieherinnen und Eltern des Kinderhorts Bredenbeck/Holtensen fühlen sich zu wenig eingebunden und wollen sicher gehen, dass ihre Wünsche bei den Planungen zur Bredenbecker Grundschule berücksichtigt werden. „Wann werden wir gehört? Was ist mit unserer Meinung?“ fragte Hortleiterin Stephanie Dettmer-Nash im Bildungsausschuss in die Runde.

Elternvertreterin Ulrike Polzin sprach von einer liebevollen Betreuung im Hort. „Wir sind zufrieden mit dem jetzigen Hortbetrieb.“ Das Konzept mit fünf Tagen in der Woche und in den Ferien müsse unbedingt bleiben, wünscht sie sich. Jeder, der arbeitet, stünde massiv unter Druck, eine Betreuung für sein Kind zu haben, äußerte sich eine andere Mutter und sprach von Verlässlichkeit. Mit dem Hort und dem Schülerladen gibt es eine gut funktionierende Nachmittagsbetreuung an der Bredenbecker Grundschule. Diese Kombination soll möglichst bestehen bleiben, wünschen sich die Erzieherinnen.

Die Hort-Mitarbeiterinnen befürchten, irgendwann schlicht vor vollendetet Tatsachen gestellt zu werden. Schon jetzt fehle ein Lagerraum und es gebe keine Waschmaschine. Wie solle das dann erst werden, wenn die Gemeinde einfach ein, zwei Klassenzimmer in der Grundschule nach dem Unterricht als Horträume verwende? „Wir machen nicht nur Hausaufgabenbetreuung. Sie dürfen gerne mal bei uns hospitieren und uns besuchen“, betonte Dettmer-Nash und lud die Mitglieder des Bildungsausschusses zu sich in den Hort ein.

„Wir wissen, dass eure Arbeit sehr gut ist“, versicherte Ausschussvorsitzende Marianne Kügler (CDU). Barbara Krüger (Grüne) pflichtete ihr bei. „Wir wünschen uns, dass die Schulen ein Ganztagsmodell anbieten“, sagte sie. Der Hort werde aber sicher immer notwendig sein und integriert werden.

Auch Fachbereichsleiterin Barbara Zunker von der Gemeindeverwaltung betonte: „Wir werden den Hort nicht außen vor lassen bei den Planungen“, sagte sie und skizzierte das weitere Vorgehen. Der Rat soll am 14. Juni entscheiden, ob die marode Bredenbecker Grundschule saniert oder neugebaut wird. Der Bauausschuss tagt vorbereitend eine Woche vorher am 7. Juni. Wie es momentan aussieht, wird es wohl auf eine Sanierung des 50 Jahre alten Gebäudes hinauslaufen. Das haben CDU, SPD und FDP bereits signalisiert. Die Grünen möchten eher einen Neubau, würden bei einer anderen Mehrheit aber wohl auch eine Sanierung mit tragen.

So oder so: Eine Doppelnutzung von Räumlichkeiten – vormittags Klassenzimmer, nachmittags Hort – würde nicht gehen, weil das die gesetzlichen Bestimmungen in Niedersachsen nicht zulassen. „Das Kultusministerium würde das nicht genehmigen“, sagte Zunker.

Von Jennifer Krebs

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