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Nachrichten Grundschüler staunen: Töne kann man sogar sehen
Umland Wennigsen Nachrichten Grundschüler staunen: Töne kann man sogar sehen
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17:29 11.03.2018
Die Schüler des 3. Jahrgangs erzeugen mit Trinkgläsern die unterschiedlichsten Töne. Quelle: Marcel Sacha
Bredenbeck

 Jochen Strehlau ist ein Lehrer aus Leidenschaft. Auch nach seiner Pensionierung treibt ihn sein Verlangen nach Wissensvermittlung regelmäßig in die Schulen der Region Hannover. Am Donnerstag hat er der Grundschule Bredenbeck einen Besuch abgestattet. Rund ein Dutzend selbstgebaute Instrumente hatte er dabei, um den Drittklässlern die Welt der Klänge näherzubringen.

Die Kinder konnten sich unter anderem an einer gläsernen Variante aus Glas oder einem einsaitigen Holz-Banjo ausprobieren. „Der Klang ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, Akustik zu erleben“, sagt Strehlau. Man könne sie darüber hinaus auch sehen und fühlen. Als die Schüler das hörten, blickten sie zunächst etwas ungläubig drein. Töne sehen? Wie soll das denn gehen? Die Antwort hatte der pensionierte Physiklehrer natürlich parat.

Die Schüler der Grundschule Bredenbeck bekommen einen Einblick in die Welt der Technik und der Akustik.

So machte er beispielsweise die Schallwellen eines Lautsprechers für die Drittklässler sichtbar. Vor der Soundbox positionierte er eine brennende Kerze. Als er anschließend die Bässe aufdrehte, begann die Flamme zu flackern. Zudem zeigte Strehlau, dass Töne nicht nur Menschen, sondern auch Gegenstände zum Tanzen bringen können. Hierfür drehte er den Lautsprecher um 90 Grad, sodass er mehrere Kronkorken auf den Subwoofer legen konnte. Dann begann das Spiel von vorn: Mit Einsatz der Tiefen sprangen und hüpften die Flaschenverschlüsse wild hin und her.

Ihm sei auch während seiner aktiven Zeit als Lehrer stets wichtig gewesen, den Schülern die Theorie auch in praktischer Form näherzubringen. Dabei habe er stets den Leitsatz des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Petalozzi verfolgt, dass eine umfassende Bildung nur aus einem Zusammenspiel von Kopf, Herz und Hand entstehen könne. Mit Bedauern stelle er jedoch fest, dass der Praxisanteil im Schullalteg immer weiter abnehme. 

Dafür macht Strehlau vor allem die Universitäten verantwortlich. „Dort kommt die praktische Arbeit viel zu kurz“, sagte er. Daher sehe er in seiner freiwilligen Arbeit auch eine Hilfestellung für jüngere Lehrkräfte. Gemeinsam mit ehemaligen Professoren und Wirtschaftsfunktionären gibt er den Lehrern Tipps zur korrekten und interessanten Vorstellung von Experimenten. Die Grundschule Bredenbeck sei jedoch ein positives Beispiel. „Hier verlassen sich die Lehrer nicht nur auf die Lernpapiere“, lobte er.

Dies zeige auch das aktuelle Wochenprojekt des Miniphänomenta. Bis Freitag können die 170 Schüler der Grundschule sowie der Janusz-Korczak-Schule an 20 von den Eltern gebauten Versuchsstationen in der Schulaula die verschiedenen Wunder der Technik erleben. Dabei lernen sie unter anderem, warum weiße Gegenstände in Schwarzlicht leuchten oder wie durch Hebelwirkung eigentlich viel zu schwere Dinge dennoch hochgehoben werden können.

Von Marcel Sacha

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