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Umland Wennigsen Nachrichten Kinderkirchentage enden turbulent und nachdenklich
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00:28 28.03.2018
Zum Abschluss der Kirchentage toben sich die Kinder rund um das Gemeindehaus so richtig aus. Quelle: Marcel Sacha
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Wennigsen

 Zum Abschluss der Kinderkirchentage konnten sich die insgesamt 67 Mädchen und Jungen noch einmal so richtig austoben. Mit zahlreichen Sport- und Geschicklichkeitsspielen im und um das Gemeindehaus ist am Sonnabendnachmittag das viertägige Fereienangebot der Wennigser Kirchengemeinde zu Ende gegangen. Diakon Martin Wuld-Wagner hatte die Aktion vor 25 Jahren initiiert. 

Mit Sport- und Geschicklichkeitsspielen sind die Wennigser Kinderkirchentage zu Ende gegangen. 

Kurz zuvor war die Anspannung bei den Kindern im Alter zwischen sechs bis elf Jahren jedoch noch hoch. Im Rahmen des Abschlussgottesdienstes führten sie vor den Augen ihrer Eltern in der Kirche ein Theaterstück über den Streit und die spätere Versöhnung zwischen Josef und seinen Brüdern auf. „Das Thema der Versöhnung war eines der Hauptthemen der vergangenen Tage“, erklärte Diakon Martin Wulf-Wagner. Doch nicht nur die Kinder sollten ihm zufolge anhand der Josefgeschichte etwas lernen. „Manchmal sind die Konfliktparteien bei einem Streit gar nicht dafür verantwortlich“, sagte der Diakon. Viel mehr seien es – zumindest bei Kindern – häufig die Eltern, die durch ihr Verhalten den Grund für die Unstimmigkeiten lieferten.

Neben der Versöhnung spielte auch das Träumen während der Kinderkirchentage eine zentrale Rolle. Im Meditationsraum des Klosters konnten sich die Kinder bei beruhigenden Hintergrundtönen ganz ihren Träumen widmen und ihre innere Ruhe finden. Wulf-Wagner ist sich sicher: Aus Träumen können die Menschen aller Altersklassen enorme Kraft schöpfen – egal, wie unrealistisch diese auch sein mögen. Daher habe der Nachmittag im Meditationsraum auch für die 29 meist jugendlichen Betreuer einen Erkenntnisgewinn zur Folge gehabt, sagt der Diakon. „Jugendliche träumen nicht mehr davon, Pilot oder Popstar zu werden.“ Dabei könnte die Fantasie, das quasi Unerreichbare doch zu erreichen, in allen Lebensbereichen motivierend wirken, meint er.

Von Marcel Sacha

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