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01:43 09.03.2018
Angela mies (von links), Stefan Brüning, Christoph Badenhop und Oliver Müller stellen die aktuellen Zahlen vor. Quelle: Uwe Kranz
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Ronnenberg

 Geht es nach der aktuellen Kriminalitätsstatistik, dann hat das Polizeikommissariat Ronnenberg (PK) seine Effektivität bei der Aufklärung von Straftaten 2017 deutlich erhöht. Die Aufklärungsquote stiegt von zuvor 57,45 Prozent der in Ronnenberg bearbeiteten Fälle auf nun 65,99 Prozent. Landesweit liegt der Durchschnitt bei 61 Prozent. „Das ist für mich eine richtig gute Nachricht“, sagte PK-Leiter Christoph Badenhop. 

Gemeinsam mit Angela Mies, Ermittlungsführerin im Kriminalermittlungsdienst, Stefan Brüning, Leiter Kriminalermittlungsdienst und dem Leiter des Einsatz- und Streifendienstes Oliver Müller stellte Badenhop die aktuellen Zahlen der Öffentlichkeit vor. Nach dem nicht zufriedenstellenden Ergebnis für 2016 habe man reagiert. Die Mitarbeiter seien sensibilisiert, und es seien neue Schwerpunkte gesetzt worden. Das habe nun zur Verbesserung des Ergebnisses geführt. 

Allerdings konnten die Ermittler nicht nur gute Nachrichten verkünden. Anders als im rückläufigen Landestrend hat sich nämlich die Anzahl der Straftaten im Bereich des PK, das neben Ronnenberg auch Gehrden, Wennigsen und Hemmingen umfasst, kaum verändert. Einen Grund dafür konnten die Beamten nicht nennen. Die Zahlen lägen aber insgesamt innerhalb der normalen Schwankungen und im Bereich der Fünfjahresdurchschnittswertes, erklärte Brüning. 

Negativ ist auch der Trend bei Wohnungseinbrüchen und KFZ-Diebstählen. Zwar gehen hier die Fallzahlen jeweils zurück, aber auch die Aufklärungsquote zeigt einen fortlaufend negativen Trend. Beide Fachbereiche werden allerdings nicht mehr in Ronnenberg, sondern zentral in Garbsen beziehungweise in Hannover koordiniert und bearbeitet. „Der geneigte Einbrecher macht nicht vor Ortsgrenzen halt“, begründete Badenhop diesen organisatorischen Schritt. Gleiches gilt auch für professionelle Diebstähle von Technik wie Navigationsgeräten und Airbags aus abgestellten Pkw.

Die Polizei rät: Bei Verdacht den Notruf wählen

Die Polizei nehme das individuelle Unsicherheitsgefühl des einzelnen Bürger sehr ernst, betonte Christoph Badenhop, Leiter des Polizeikommissariats in Ronnenberg. Wer sich im öffentlichen Raum nicht wohlfühle, könne sich mit der Polizei in Verbindung setzen. Diese prüfe dann, ob sich die Situation verbessern ließe. Im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen und Autoaufbrüchen riet Kommissariatsleiter Badenhop Bürgern, verdächtige Beobachtungen in ihrer Nachbarschaft umgehend zu melden. Dabei sollen Bürger nicht erst die Amtsnummer der Wache heraussuchen oder ihre Beobachtungen in einem sozialen Netzwerk posten, sondern gleich den Notruf 110 wählen, riet der Kommissariatsleiter. „Wir fahren dort auch hin und überprüfen die Meldungen“, erklärte Oliver Müller, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Falsche Scheu vor der Notrufnummer sei in solchen Fällen nicht angebracht.

Anders als 2016, als sich eine Serie von Kfz-Aufbrüchen auf Devese konzentriert hatte, gab es im vergangenen Jahr innerhalb des PK keine Schwerpunkte für einen speziellen Bereich der Straftaten. So seien auch die leicht angestiegenen Zahlen von Rohheitsdelikten wie Körperverletzungen kein Phänomen für soziale Brennpunkte, wie es beispielsweise in Empelde denkbar wäre. Auf so etwas würde die Polizei sofort mit einer erhöhten Präsenz reagieren, erklärte Badenhop. Im Bereich des PK sei „die Welt eigentlich noch in Ordnung“, bekräftigte Brüning. 

Am stärksten zugelegt haben die Fallzahlen bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten. Ganz vorn dabei sind Betrügereien im Internethandel. Mies warnte in diesem Zusammenhang vor Vorausszahlungen bei Internetgeschäften. Kunden gingen hier ein besonderes Risiko ein und sollten genau hinsehen, mit wem sie ein Geschäft abwickeln wollen. 

Von Uwe Kranz

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