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Protest gegen Südlink wächst

Wennigsen Protest gegen Südlink wächst

Die vor zwei Wochen gegründete Bürgerinitiative „Wennigsen gegen den Südlink“ nimmt Fahrt auf. Rund 150 Interessierte sind am Sonntagabend ihrer Einladung in den Bürgersaal des Wennigser Rathauses gefolgt.

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Wennigser Widerstand: Der Bürgersaal im Rathaus platzt am Sonntagabend aus allen Nähten.

Quelle: Heidi Rabenhorst

Wennigsen. „Das große Interesse zeigt, welche Bedeutung dieses Thema hat und welch gravierende Auswirkungen der Südlink für uns hat“, sagte Bürgermeister Christoph Meineke. Initiativen-Sprecher Jens Knye freute sich, dass auch der Lemmier Ortsbürgermeister Hilmar Rump sowie Volker Eberhardt vom Verein „Pro Leveste“ zu den Besuchern gehörten. „Es ist wichtig, gemeinsam gegen die Stromtrasse durch das Calenberger Land aufzutreten, weil es uns alle betrifft“, sagte Knye. Die Kulturlandschaft dürfe nicht durch so ein Projekt zerstört werden. „Die gesundheitlichen Aspekte stehen natürlich auch im Fokus“, fügte er hinzu.

Wenn der Netzbetreiber Tennet die Anträge noch vor Weihnachten einreiche, blieben den Kommunen und anderen öffentlichen Trägern gerade mal zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme. „Wir müssen bis dahin alle Raumwiderstände analysieren. Und derer gibt es genug. Dazu zählt nicht nur der Ruheforst im Deister, auch Ställe, kulturelle Bauten sowie diverse Vögel- und Fledermausarten gehören dazu“, sagte Knye. Seinen Ausführungen stimmte auch Iris Alm von der Bürgerinitiative Jeinsen zu. „Ein ganzes Stück Arbeit liegt vor Ihnen. Wir kämpfen seit Februar für eine Erdverkabelung“, sagte sie.

Um wirkungsvoller arbeiten zu können, wurden Arbeitsgruppen gebildet, an denen sich alle BI-Mitglieder beteiligen können. Die AG Verfahren/Recht leitet Wolfgang Scholtz, Rolf Ahrens ist Sprecher der AG Technik, Jan-Eric Bothe, Thorsten Franke und Björn Wehner kümmern sich um die Faktoren, die gegen die Trasse ins Feld geführt werden sollen. Die AG Veranstaltung/Öffentlichkeit leiten Peter und Ulla Wicht.

An einem Strang ziehen auch die Nabu-Gruppen aus Barsinghausen, Gehrden, Wennigsen und Springe. Sie wollen aus Sicht des Naturschutzes analysieren, was gegen die Trasse spricht. „Wir haben uns bereits zusammengetan“, sagte der Wennigser Nabu-Vorsitzende Gerhard Krick bei der Zusammenkunft.

Die mittlerweile auf 110 Mitglieder angewachsene Bürgerinitiative will bis zum 15. Dezember eine Petition an den Niedersächsischen Landtag schicken. Zufrieden ist Knye auch mit dem gelungenen Start der Unterschriftenaktion. „200 Bürger haben schon gegen die Megamasten im Calenberger Land unterschrieben“, freute sich der Initiator der Initiative. „Wir wollen die Unterschriften zusammen mit einer schriftlichen Stellungnahme an den Netzbetreiber übergeben“, so Knye. Er hoffe nun auf ein Treffen, bei dem ein Tennet-Vertreter den Bürgern Rede und Antwort steht.

Von Heidi Rabenhorst

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