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Umland Wennigsen Nachrichten Konzertbesucher spenden für Integrationsarbeit
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00:23 21.06.2018
Jürgen Welk (links) nimmt beim Benefizkonzert in der Pinkenburg Spenden entgegen. Quelle: Ingo Rodriguez
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Wennigsen

Die Flüchtlingsinitiative Welcome und der Deutsche Gewerkschaftsbund in Wennigsen sind zufrieden: Bei ihrem inzwischen bereits dritten gemeinsam veranstalteten Benefizkonzert zugunsten der Integrationsarbeit mit Geflüchteten haben etwa 150 Besucher insgesamt rund 500 Euro gespendet. „Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir sind absolut zufrieden und werden im nächsten Jahr die vierte Auflage organisieren“, sagte Jürgen Welk, Mitbegründer von Welcome, nach dem Auszählen der Spendensammlung.

Etwa eine Stunde nach dem Auftakt hatte Welk die Situation im Biergarten der Pinkenburg angesichts eines zunächst recht überschaubaren Publikums noch etwas misstrauisch beäugt. Zu diesem Zeitpunkt war der Cheforganisator Hartmut Rahmer schon zum zweiten Mal auf der Bühne. Nach seinem Auftritt mit der Gruppe Double Age zupfte der Gitarrist schon wieder mit der Gruppe „Kopf und Hut“ Jazzklänge aus seinem Instrument. Unterdessen hatten sich jedoch erst knapp 30 Zuhörer im Biergarten zu den Konzerten von insgesamt fünf Bands eingefunden. Dabei hatten – wie schon in den Vorjahren – die Veranstalter auf Eintrittsgeld und die Künstler auf Gagen verzichtet, um die Spendenbereitschaft zu erhöhen.

Das dritte Benefizkonzert der Flüchtlingsinitiative Welcome hat etwa 150 Besucher angelockt. Sie spendeten insgesamt rund 500 Euro für Integrationsprojekte.

Welks erinnerte sich bei einem Blick auf die noch recht kleine Besuchergruppe besorgt an das Vorjahr: Nach der umjubelten Premiere des Benefizkonzerts im Jahr 2016 – mit etwa 200 Besuchern und einer Spendensumme von mehr als 1000 Euro – waren bei der Neuauflage im vergangenen Jahr nur noch etwa 40 Zuhörer gekommen und hatten etwa 350 Euro gespendet. Doch seine Befürchtungen verflogen im Verlauf des weiteren Abends. Bei den Auftritten der Gehrdener Familienband Backpages sowie der Musiker des integrativen Bantorfer Musikprojektes „Sound of Hope“ füllte sich der Biergarten Stück für Stück. Nach dem Abschlusskonzert mit Irish Folk von „Whiskey and Rye“ hatten die Organisatoren beim etwa vierstündigen Konzertmarathon rund 150 Besucher gezählt. Und die hatten sich spendabel gezeigt: rund 500 Euro – ein angemessenes Ergebnis für die dritte Auflage der Benefizaktion.

„Normalerweise wären noch mehr Geflüchtete zum Konzert gekommen, aber wegen Terminschwierigkeiten mussten wir das Konzert auf das Ende des Fastenmonats Ramadan legen“, sagte Welk. An diesem Wochenende würden viele der Neubürger jedoch im Familienkreis feiern. „Darauf wollen wir im nächsten Jahr mehr Rücksicht nehmen, wenn es die Termine der Musiker zulassen“, kündigte Welk an.

Von Ingo Rodriguez

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