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Uni sucht nach Ingenieuren der Zukunft

Bredenbeck Uni sucht nach Ingenieuren der Zukunft

Um Kinder bereits frühzeitig für die Wissenschaft zu begeistern, besuchen Studenten der Leibniz-Universität mit dem "JuniorLab" regelmäßig Grundschulen und erklären dort die Grundzüge ihres Studienfachs. Am Donnerstag waren drei angehende Bauingenieure zu Gast an der Grundschule Bredenbeck.

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Die Schüler der Klasse 4b diskutieren über die korrekte Konstruktion einer Brücke.

Quelle: Marcel Sacha

Bredenbeck. Die Jungen und Mädchen der Klasse 4b machten große Augen, als Student Jeff Hildebrandt ihnen historische Filmaufnahmen vom Einsturz der Tacoma-Narrows-Brücke im US-Bundesstaat Washington aus dem Jahr 1940 zeigte. "Da hat der Bauingenieur Mist gebaut", lautete Hildebrandts Fazit. Dieser habe nämlich damals auf eine Aussteifung der Brücke verzichtet, erklärte der Student den Viertklässlern. "Die Konstruktion war hohl." Die Folge war, dass der Wind die Brücke zum Wackeln und schließlich zum Einsturz brachte.

Damit sich ein solches Ereignis nicht mehr wiederholt, setze das Ingenieurswesen seitdem unter anderem auf aufwendige Tests in Windkanälen, erläuterte Hildebrandt. "Wissenschaft bedeutet Fortschritt."

So weit die Theorie. Anschließend konnten sich die Grundschüler selbst als Bauplaner versuchen. In Gruppenarbeit versuchten die Mädchen und Jungen, eine sogenannte Leonardo-Brücke zu bauen - eine Konstruktion, die gänzlich auf Seile, Nägel oder ähnliche Fixiermittel verzichtet und nur durch geschickte Verschränkungen der einzelnen Bauteile ihre Stabilität erhält.

Dadurch bekamen die Schüler einen ersten Einblick in wissenschaftliches Arbeiten: Probleme erkennen, Lösungsansätze herausarbeiten und ausprobieren.

Ziel des "JuniorLab" ist es, bei Kindern insbesondere die Faszination für technische und naturwissenschaftliche Studienfächer zu wecken. Dadurch soll den geringen Studentenzahlen und hohen Abbruchquoten in diesen Fachgebieten langfristig entgegengewirkt werden.

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Student Johannes Dieckmann (links) erklärt den Grundschülern anschaulich die Gefahren einer Torsion.

Quelle: Marcel Sacha

Von Marcel Sacha

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