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Umland Wennigsen Nachrichten Fast ein kompletter Neustart in Sorsum
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00:16 03.12.2016
Von Björn Franz
Thomas Butterbrodt (rechts) wurde im Beisein des Wennigser Bürgermeisters Christoph Meineke zum neuen Ortsbürgermeister von Sorsum gewählt. Quelle: Björn Franz
Sorsum

Es war eine deutliche Angelegenheit. Aber das war angesichts der Tatsache, dass die SPD vier der fünf Sitze im Sorsumer Ortsrat inne hat, auch keine große Überraschung. Sowohl Butterbrodt als auch Rother waren die jeweils einzigen Vorschläge für die Posten des Ortsbürgermeisters und seines Stellvertreters – und beide wurden auch einstimmig gewählt.

Die knapp 30 anwesenden Bürger elebten dabei im Dorfgemeinschaftshaus fast einen kompletten Neustart. Sowohl Butterbrodt als auch seine Fraktionskollegin Renate Bury-Uhlendorf und der Einzelbewerber Jan Hendrik Schönfeld zogen bei der Kommunalwahl am 11. September erstmals in den Ortsrat ein. Rother war vor wenigen Wochen als Nachrücker in das Gremium aufgerückt, war aber noch nicht offiziell verpflichtet worden. Mit Claudia Nolting (SPD) blieb damit lediglich ein Mitglied aus dem bisherigen Ortsrat übrig.

Doch ein völliger Politikneuling ist Butterbrodt, der vor vier Jahren mit seiner Frau und den beiden Kindern nach Sorsum gezogen ist, nicht. „Ich war bis dahin bereits in Hannover-List im SPD-Ortsverein aktiv und habe 2011 auch schon für den Bezirksrat kandidert“, verriet er. Und auch nach dem Umzug in die Wennigser Ortsschaft setzte er sich schnell für die Belange der Ortes ein. „Sorsum interessiert mich, weil meine Kinder hier zur Schule gehen und wir uns sehr wohl fühlen“, erklärte der neue Ortsbürgermeister, der bis Anfang November auch schon zwei Jahre lang im Vorstand der Waldorfschule aktiv war.

Vielleicht folgerichtig gehört es zu seinen vorrangigen Zielen, mehr Verständnis für die Interessen der Schule auf der einen und des Ortes auf der anderen Seite zu erzeugen. Zudem wolle er die Umwandlung der Landesstraße zur Kreisstraße weiterhin sehr kritisch begleiten.

Rückzug nach zehn Jahren: Zum Abschied hatte Christoph Meineke einen Likör mitgebracht. Der Bürgermeister verabschiedet Rainer Müller-Nolting am Mittwochabend persönlich. Zehn Jahre lang habe der scheidende Ortsbürgermeister „so manches dicke Brett“ für Sorsum gebohrt. „Mir wurde manchmal nachgesagt, ich würde die Dinge alleine machen“, sagte Müller-Nolting. „Aber ich habe mich immer bemüht, alle mit einzubeziehen.“ Dass er sich auch weiterhin um die Belange des Ortes kümmern wird, wurde danach deutlich. Auch als „normaler“ Bürger meldete er sich mehrfach zu Wort.

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