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Nachrichten Hauptstraßen-Umgestaltung ist unumgänglich
Umland Wennigsen Nachrichten Hauptstraßen-Umgestaltung ist unumgänglich
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01:28 02.06.2018
Es gibt viel Durchgangsverkehr auf der Hauptstraße. Täglich fahren bis zu 6000 Autos vorbei. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Die Umgestaltung der Hauptstraße zu verwerfen ist keine Option, auch wenn sie die Gemeinde voraussichtlich mehr als das Doppelte kosten wird. Nun muss nach Möglichkeiten gesucht werden, doch noch so günstig wie möglich davon zu kommen.

Es gebe allerdings keinen Grund zur Panik, sagt Bürgermeister Christoph Meineke und betont: „Wir müssen analysieren, was nötig und was möglich ist.“ Hintergrund ist, dass in der vergangenen Sitzung der AG Hauptstraße eine aktualisierte Kostenschätzung für die geplante Umgestaltung und Grundsanierung der Hauptstraße und angrenzender Bereiche im Ortskern von Wennigsen vorgestellt wurde. Nach neusten Berechnungen des Planungsbüros kommen auf die Gemeinde Wennigsen Kosten in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro zu – etwa doppelt so viel wie bislang.

„Bisher handelt es sich dabei aber nur um eine sehr grobe Kalkulation“, beschwichtigt Meineke. Allerdings hätten die Preise, vor allem im Bereich Tiefbau, angezogen, sagte Meineke. „Daher musste man mit Mehrkosten rechnen.“ Wie hoch diese Allerdings werden, ist schwer abzuschätzen. „Zum Teil liegen Angebote preislich bis zu 100 Prozent auseinander“, sagt Meineke und betont: Trotz erheblicher Mehrkosten führt kein Weg an der Sanierung vorbei. „Die Kanäle sind sanierungsbedürftig und müssen ohnehin angefasst werden“, sagt Meineke. Diese Arbeiten könne man nicht sinnvoll von der Sanierung der Straßenoberfläche trennen. „Wir müssen nun schauen, an welchen Stellschrauben wir drehen können und an welchen eben nicht“, sagt Meineke.

Doch eines stehe für ihn fest: „Die Hauptstraße kann nicht als Flickenwerk saniert werden.“ Denn es gehe unter anderem ja auch darum, den Einzelhandel zu stabilisieren, die Ortsmitte zu stärken und die Gemeinde attraktiver zu machen. Und das sei keinesfalls gefährdet – immerhin liegen die großen Kostenblöcke unter der Erde und nicht darüber. Leider könne man dadurch aber auch nur an dem sparen, was man auch sieht, sagt er. Nun muss laut Meineke im Ausschuss eine Debatte folgen, an deren Ende feststeht, welche Änderungen noch möglich und gewollt sind.

Damit das möglich ist, fordert FDP-Ratsherr und AG-Mitglied Hans-Jürgen Herr, dass das Planungsbüro bis zum Bauausschuss am Donnerstag, 7. Juni, skizziert, welche Einschränkungen in etwa erforderlich sind, um annähernd im förderfähigen Kostenrahmen zu bleiben. Die Zuschüsse von Bund und Land über ein Städtebauförderprogramm liegen nach derzeitigen Berechnungen nur bei insgesamt rund 1,4 Millionen Euro.

Bis zur Ausschusssitzung wüsste Herr auch gerne, ob überhaupt eine Chance besteht, eine "Basissanierung" der Hauptstraße durchführen zu können. „Die daraus resultierenden Einschränkungen bezüglich der Funktion dürfen nicht erheblich sein, bezüglich der "Schönheit" dann schon eher“, sagt Herr und ergänzt: „Wir sehen den Rat in einer äußerst schwierigen Situation.“ Doch er betont auch, dass Politik ist nie alternativlos sei. „Die Vernunft sagt uns allen, dass wir schon so weit gekommen sind mit der Hauptstraße, dass ein Stop kaum möglich erscheint.“ Hinzu komme laut Herr, dass eine spätere Sanierung oder Teilsanierung nicht billiger aber vermutlich gar nicht oder geringer gefördert werden würde. „Aber die Vernunft sagt uns auch, dass wir aus Verantwortung für die Bürger jeden Groschen umdrehen müssen.“ Denn bei einem "weiter so" müsse man mit einer Belastung der „leeren Gemeindekasse“ in Höhe von 4 bis 5 Millionne Euro rechnen.

Von Lisa Malecha

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