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Konflikte ohne Lehrer lösen

Wennigsen Konflikte ohne Lehrer lösen

Unter Kindern kann es schon einmal zu Streit kommen. Um die Konflikte zu lösen, setzt die Sophie-Scholl-Gesamtschule seit Jahren auf Konfliktschlichter aus der Schülerschaft. Vier Mädchen haben nun ihr entsprechendes Zertifikat erhalten.

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Annabell Suhr (von links), Nadine Dischner und Talina Schmidt wurden von Sozialpädagogin Andrea Schröter zu Konfliktschlichtern ausgebildet.

Quelle: Marcel Sacha

Wennigsen. Ab sofort stehen die Achtklässlerinnen Annabell Suhr, Nadine Dischner, Talina Schmidt und Annika Tatz ihren Mitschülern in Konfliktsituationen als Ansprechpartner zur Verfügung. Über einen Zeitraum von einem Dreivierteljahr wurden die Mädchen von Sozialpädagogin Andrea Schröter und Lehrerin Heike Müller ausgebildet und auf ihre Aufgabe als Streitschlichterinnen vorbereitet.

Wichtig sei vor allem, dass die Schlichter zu keinem Zeitpunkt Partei ergreifen, sagt Schröter. "Sie sind auch keine Schiedsrichter, die urteilen, sondern Moderatoren, die nach einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung suchen."

Ist ein Kompromiss gefunden, müssen die Streithähne eine Erklärung unterzeichnen, dass sie sich an diesen auch halten werden. Wie viele solcher Fälle an der KGS auftreten, könne sie gar nicht genau beziffern, sagt Schröter. "Die Gespräche sind streng vertraulich." Lehrer oder Eltern würden nur in Ausnahmefällen als Unterstützung herangezogen, sagt die Sozialpädagogin.

Insgesamt 15 Konfliktschlichter gibt es derzeit an der Sophie-Scholl-Gesamtschule. Ein Engagement, das nicht hoch genug anzuerkennen sei, lobt Schulleiterin Birgit Schlesinger. "Immerhin opfern sie hierfür regelmäßig ihre Pausen." Den Konfliktschlichtern steht ein eigener Raum zur Verfügung, in dem sie in den großen Pausen auf Mitschüler warten, die ihr Angebot in Anspruch nehmen wollen.

Annabell Suhr wurde bereits an ihrer Grundschule als Streitschlichterin ausgebildet. "Ich wollte schon immer meinen Freunden bei Problemen helfen", sagt sie. "Jetzt konnte ich meine Fähigkeiten noch einmal verbessern." Trotzdem hoffe sie, möglichst selten aktiv zu werden. Für die Achtklässlerin steht fest: "Je weniger Streit, desto besser."

Von Marcel Sacha

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