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Umland Wennigsen Nachrichten Saisonbeginn lockt Hunderte Besucher zu den Wasserrädern
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00:30 16.05.2018
Nach der Eröffnungsrede begutachten Hunderte Besucher die 22 wasserbetriebenen Miniaturmodelle am Bachlauf der Feldbergquelle. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

 Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Auch 61 Jahre nach dem Aufbau der ersten Miniaturmodelle im Deister haben die Wennigser Wasserräder nichts an ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Auch jetzt sind wieder Hunderte Besucher in Scharen durch den Deister gewandert, um den Saisonauftakt an der Feldbergquelle mitzuerleben. „Wir haben mehr als 2000 Arbeitsstunden in der Vereinswerkstatt geleistet, um die Modelle für die 61. Saison zu reparieren und auf Vordermann zu bringen“, sagte der Vorsitzende der Bastlergemeinschaft Wasserräder, Arthur Fechner, kurz vor seiner Begrüßungsansprache. Hinzu gekommen seien mehr als 200 Stunden zur Instandsetzung und Herrichtung der Anlage im Deister.

Um an der Eröffnungsfeier teilzunehmen, sind Besuchergruppen in Scharen bis zur Feldbergquelle durch den Deister gewandert.

Zwar hatten die derzeit insgesamt 17 ehrenamtlichen Helfer des gemeinnützigen Vereins zur Pflege der Wasserräder die insgesamt 22 wasserbetriebenen Miniwelten schon Ende April generalüberholt aus dem Winterquartier geholt und auf dem Gelände entlang der Feldberquelle aufgebaut. Doch schon seit Jahren ist es gerade die Eröffnungsfeier, die sich immer wieder als Publikumsmagnet entpuppt. Ein Platzkonzert des Feuerwehrmusikzuges, Führungen, Gegrilltes, Kuchen und kühle Getränke: Das wollten sich auch jetzt wieder Naherholungssuchende und Ausflügler aus der gesamten Region Hannover nicht entgehen lassen.

Bis zu 25.000 Besucher pro Jahr lockt Wennigsens meist besuchte Touristenattraktion durchschnittlich zwischen April und Oktober an. Dagmar Schrader war mit ihrem Ehemann Michael sogar aus Steinhude zum Saisonauftakt angereist. „Ich hatte im Internet darüber gelesen und war schon lange nicht mehr bei den Wasserrädern“, sagte die in Argestorf geborene Frau. Sie hatte sich auf dem Gipfel der Anlage auf eine Holzbank gesetzt, um sich das bunte Treiben entlang der Modellmeile genüsslich anzusehen. Dort bildeten sich nach den Eröffnungsansprachen entlang des Geländers vor den Miniaturwelten immer wieder lange Schlangen.

Die Bastler hatten am Vormittag etwa vier Stunden lang Sitzbänke, Tische, einen Grill, Tresen und Pavillons mit Autos und Anhängern zur Anlage transportiert und aufgebaut. Fechner verwies in seiner Eröffnungsrede hinsichtlich der Wasserräder auf die gute Mischung aus zeitgemäßer Technik und altehrwürdiger Handwerkskunst. Einerseits habe sich die Bastlergemeinschaft einen hochmodernen Bausatz angeschafft, um ein neues Modell komplett aus Teilen anzufertigen, die mit einem digitalen dreidimensionalen Drucker vorproduziert worden seien. Andererseits habe sich den Bastlern ein aus dem Erzgebirge nach Wennigsen hinzu gezogener Helfer angeschlossen, der für das alte Modell „Ziehbrunnen“ eine zusätzliche Figur von Hand geschnitzt habe.

Davon können sich Ausflügler und Spaziergänger nun noch bis zum 3. Oktober persönlich im Deister überzeugen. Dann werden die Wasserrädermodelle wieder abgebaut und in der Vereinswerkstatt während der Wintermonate für die 62. Saison auf Vordermann gebracht.

Von Ingo Rodriguez

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