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Bürgermeister bringt den Haushalt 2018 ein

Wennigsen Bürgermeister bringt den Haushalt 2018 ein

Was kann sich Wennigsen noch alles leisten? Bürgermeister Christoph Meineke hat am Donnerstagabend den Entwurf für den Haushalt 2018 in den Rat eingebracht. Ohne neue Schulden geht's nicht.

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Wo steht die Gemeinde? Wo will sie hin? Was sind die drängendsten Aufgaben? Bürgermeister Christoph Meineke stellt dem Rat den Haushaltsentwurf für 2018 vor.

Quelle: Jennifer Krebs

Wennigsen. Das Gute zuerst: "Wennigsen wächst", bekräftigte Meineke in seiner Haushaltsrede und verwies auf das neue Baugebiet Klostergrund, in dem 160 Wohneinheiten für rund 500 Menschen entstehen werden. Seine wichtigste Nachricht: "Mit grob zweieinviertel Millionen Euro, die wir für Kinderbetreuung, Jugend und Bildung bereitstellen, stärken wir unsere Zukunftsfähigkeit", sagte Meineke und sprach von einer konstanten und langfristigen Prioritätensetzung.

Die harten Zahlen

Im vorgelegten Ergebnishaushalt, der die laufende Verwaltungstätigkeit abbildet, klafft eine etwas größer gewordene Lücke von 5,5 Millionen Euro. In den Bereichen Erziehung und Asyl braucht die Verwaltung mehr Mitarbeiter. Auch das zieht den Etat ins Minus. Dennoch sollen die Steuerbelastungen für die Wennigser Bürger auch im kommenden Jahr unverändert bleiben, eine Anhebung der Hebesätze für 2018 ist nicht vorgesehen. "Wir wollen zunächst die konstruktiven Dialoge in der Arbeitsgruppe Haushaltskonsolidierung abwarten", sagte Meineke. Die Verwaltung wird keine Sparvorschläge machen, um den Haushalt zu sanieren. Das soll diese neue Arbeitsgruppe des Rates übernehmen.

Die Schulden steigen weiter Die Pro-Kopf-Verschuldung in Wennigsen steige seit 2011 dramatisch, liege aber trotzdem inzwischen im Durchschnitt aller Städte und Gemeinden in der Region Hannover, führte Meineke aus und kam auf die Investitionen zu sprechen. Demnach plant die Verwaltung, im kommenden Jahr einen Investitionskredit über etwa 5,7 Millionen Euro aufzunehmen, um Projekte abzusichern. 87 Prozent der Investitionen in Wennigsen sind durch Kredite finanziert. Meineke rechnete vor, dass die Kredite aus Investitionen im kommenden Jahr wohl bei etwa 825 Euro pro Einwohner liegen werden. 2019 springe man dann sogar über die Marke von 1000 Euro pro Kopf. Zum Vergleich: 2016 waren es rund 280 Euro pro Einwohner und der Ansatz 2017 liegt bei rund 500 Euro pro Kopf.

Bis Ende 2018 könnte der Schuldenstand auf über 27 Millionen Euro ansteigen. Für die Planjahre 2019 bis 2021 sei mit einer weiteren Steigerung von jährlich etwa 5 Millionen Euro zu rechnen, prognostiziert die Kämmerei eine düstere Aussicht. Die hohe Differenz zwischen den Erträgen und Aufwendungen werde wieder zu einer Haushaltssperre führen, sagt Wennigsens Verwaltungschef schon jetzt voraus. Einziger Lichtblick sind die nach wie vor sehr niedrigen Zinsen. Bei den lanfristigen Krediten liegen sie bei knapp unter einem Prozent, bei den kurzfristigen Liquiditätskrediten sogar bei null Prozent. Um die Liquidität der Gemeinde sicherzustellen, sollen Kassenkredite bis 20 Millionen Euro aufgenommen werden können. Der Kassenkredit ist vergleichbar mit dem Dispo im Privathaushalt.

Der Haushaltsentwurf wird in den nächsten Wochen in den Fachausschüssen besprochen. Abgestimmt über den fertigen Finanzplan wird in der Ratssitzung am 
7. Dezember.

Die investiven Schwerpunkte

377.000 Euro will die Verwaltung für die laufende Unterhaltung der KGS einsetzen und 118.000 Euro für die Turnhalle. Der dritte Bauabschnitt (Mensa) ist mit 700.000 Euro kalkuliert - Stichwort Ganztagsschule.

Ob die Bredenbecker Grundschule saniert wird oder es auf einen Neubau hinausläuft, muss sich noch zeigen. Ein Ingenieurbüro berechne gerade die Varianten, sagte Bürgermeister Meineke. Doch so oder so werde es sich um eine Millioneninvestition handeln.

An der Grundschule Wennigsen sollen für 200.000 Euro das Osttrakt-Flachdach, Fenster, Türen und die Heizung erneuert werden. Für die benachbarte Turnhalle Im Lindenfelde kalkuliert das Team Hochbau 100.000 Euro für die Planung und eine erste Sanierung.

Bei den Kindergärten steht Holtensen auf dem Plan, das Außengelände vom Vogelnest und ein Neubau des AWO-Kindergartens.

Mit 350.000 Euro ist die planmäßige Ersatzbeschaffung des über 25 Jahre alten Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Wennigsen angesetzt. Eine sechsstellige Summe ist für einen möglichen Grundstücksankauf für die Degerser Feuerwehr vorgesehen - zuzüglich 100.000 Euro für Planungs- und Gutachterkosten. In Bredenbeck läuft die Diskussion über ein neues Feuerwehrhaus.

Für eine maschinelle Anlage im Klärwerk sind rund 250.000 Euro vorgesehen.

Ein besonderer Schwerpunkt bei der Abwasserentsorgung werde im kommenden Jahr bei der Hauptstraße gebildet, kündigte Meineke an. Das Gesamtvolumen dieser Produktkonten betrage 2,2 Millionen Euro - davon entfallen 1,5 Millionen Euro allein auf die Hauptstraße.

Ein großes Regenwasserkonzept wird gerade für Bredenbeck entworfen. Im Haushalt 2018 befindet sich dafür eine erste Rate von 570.000 Euro. 1,15 Millionen Euro wurden im Investitionsprogramm veranschlagt.

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