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Wochenmarkt vor dem Aus

Bredenbeck Wochenmarkt vor dem Aus

Dass der Wochenmarkt wie geplant noch im September in Bredenbeck Premiere feiert, ist mittlerweile ausgeschlossen. Kurzfristig werde die Region Hannover keine Genehmigung für eine Vollsperrung der Deisterstraße erteilen, sagte Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert. Noch überwiegen die Bedenken.

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Der geplante Wochenmarkt auf der Deisterstraße könnte an einer fehlenden Genehmigung der Region Hannover scheitern.

Quelle: Ingo Rodriguez

Bredenbeck. "Derzeit schätzen wir die Wahrscheinlichkeit, dass eine Vollsperrung abgelehnt wird, als höher ein", teilte sie dem Ausschuss für Feuerschutz und Ordnung mit. Wie die Fachbereichsleiterin ausführte, habe die Untere Verkehrsbehörde der Region einen "umfangreichen Fragenkatalog" bei der Gemeinde eingereicht, um konkrete Umsetzungspläne aus dem Rathaus in Erfahrung zu bringen. Dazu gehört laut Schubert unter anderem ein detailliertes Parkkonzept während der Marktzeiten sowie eine Erklärung, warum die Gemeinde davon ausgeht, dass an dem neuen Standort in Bredenbeck mehr Besucher den Markt frequentieren werden, als am Standort in Wennigsen.

Grundsätzliche Voraussetzung für eine Vollsperrung der Deisterstraße sei aus Sicht der Region, dass an dem geplanten Wochenmarkt ein erkennbar größeres öffentliches Interesse bestehe als an einer durchgängig befahrbaren Deisterstraße, sagte Schubert.

Eine Einbahnstraßenregelung reicht der Gemeinde nicht aus. Nur durch komplett ruhenden Verkehr könne die Sicherheit der Marktbesucher hinreichend gewährleistet werden. Auch die Marktgilde unterstützt die Variante der Vollsperrung. Nun müssen die Befürworter des Wochenmarktes darauf hoffen, dass die Begründung der Gemeinde der Region ausreicht.

Die Mitteilung aus dem Rathaus löste unter den Ausschussmitgliedern unterschiedliche Reaktionen aus. Klaus Kropp (SPD) sagte, er könne die Haltung der Region nachvollziehen. "Immerhin ist die Deisterstraße eine hochfrequentierte Straße." Ihre Enttäuschung wiederum brachte Ausschussvorsitzende Angelika Schwarzer-Riemer (Grüne) zum Ausdruck. Sie bedauere, dass der "ausufernde Bürokratismus" die Chance zerschlage, dass Menschen vor Ort regionale Produkte erwerben können. Gute Ideen würden dadurch im Keim erstickt, sagte sie.

Einer möglichen Alternative, die Stände auf Höhe der Sparkasse und des Denkmals aufzustellen und lediglich eine der zwei Zufahrten zur Deisterstraße zu sperren, erteilte Schubert bereits eine Absage. "Dann könnten die Busse nicht mehr wenden", sagte sie.

Da eine Markteröffnung aufgrund der fehlenden Genehmigung und der anstehenden Wintermonate ohnehin erst im Frühjahr möglich ist, sollte die Zeit bis dahin intensiv genutzt werden, um nach Alternativen oder stichhaltigen Argumenten für eine Vollsperrung zu suchen, lautete das Fazit des Ausschusses.

Von Marcel Sacha

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