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Wennigsen Wann geht es los mit dem Umbau von NP? 
Umland Wennigsen Wann geht es los mit dem Umbau von NP? 
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13:06 19.02.2018
Wann geht es los? Der NP-Markt in Bredenbeck soll vergrößert werden. Der Investor wartet aber nach wie vor auf eine Baugenehmigung.  Quelle: Ingo Rodriguez
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Bredenbeck

 Für große Projekte braucht es manchmal einen langen Atem: Schon seit über vier Monaten liegt der Bauantrag für den NP-Markt in Bredenbeck der Region Hannover vor. Die Verkaufsfläche des Hauptgeschäftes soll auf rund 800 Quadratmeter erweitert werden. Offenbar müssen noch offene Punkte im Nachbarschaftsrecht abgearbeitet werden. Es gibt Auflagen, weil Stellplätze und Leergutlager direkt an der Rückseite von Wohngrundstücken entstehen sollen. Eine gutachterliche Aussage zum Schallschutz liege inzwischen zwar vor, bestätigt Regionssprecher Klaus Abelmann. Sie besage jedoch, dass eine qualifizierte Schallschutzvorrichtung erforderlich ist, damit die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte eingehalten werden können. Über die Ausgestaltung dieser Wand verhandele der Bauherr noch mit den Nachbarn, sagt Abelmann. Die Schallschutzwand müsse dann zum Gegenstand des Bauantrages gemacht werden und dazu aussagefähige Pläne vorgelegt werden. Bevor das nicht geschehen sei und damit die Lösbarkeit der Schallschutzproblematik zumindest absehbar wird, könne die Prüfung der Statik nicht beauftragt werden und die abschließende Prüfung und Genehmigung nicht erfolgen. 

Doch noch eine Chance für den Wochenmarkt?

Nach einem erneuten Gespräch mit Marktgilde und Gemeindeverwaltung will die Region Hannover ihre negative Haltung gegenüber einem Wochenmarkt auf der Deisterstraße offenbar noch einmal überdenken. „Vielleicht können einzelne Punkte aufgeweicht werden“, berichtete Ortsbürgermeister Heiko Farwig im Ortsrat, der bei dem Termin dabei gewesen ist. Die Situation sei schwierig, aber noch nicht gänzlich aussichtslos, sagte er. Nicht weiter verfolgt werden muss dann aber wohl die Idee, den Wochenmarkt auf dem Denkmalplatz stattfinden zu lassen und das Denkmal zu versetzen. Dieser Vorschlag war beim Neujahrsempfang der SPD Bredenbeck im Januar ins Gespräch gekommen. Nach Einschätzung des Regions-Denkmalpflegers würde so ein Antrag aber wohl kaum genehmigt werden. Der hannoversche Hofbaumeisters Georg Ludwig Friedrich Laves (1788-1864) hat den Lindenplatz mit dem späteren Kriegerdenkmal gestaltet. 

„Die Bauaufsicht arbeitet sehr gründlich bei solchen Themen“, weiß auch Bürgermeister Christoph Meineke. Ihm ist das auch lieber, um keine Genehmigung zu haben, die später angreifbar ist. Im August war das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes an der Deisterstraße mit NP und den kleineren Shops an einen Investor verkauft worden. Ebenso wie die alte Gaststätte Seidensticker, die abgerissen wird. Bei dem Investor soll sich um einen Bankier aus Wolfenbüttel handeln. Für den Abriss braucht er eigentlich keine behördliche Einwilligung, weil es sich um kein Hochhaus oder Baudenkmal handelt. Dennoch soll es wohl auch mit dem Abriss der ehemaligen Gaststätte erst losgehen, nachdem die Baugenehmigung erteilt ist. 

Bredenbeck will nicht in zweiter Reihe bauen

Thema vorerst erledigt: Die meisten Grundstücksbesitzer der Tulpenstraße, Lilienstraße, Nelkenstraße und Im Felde haben kein Interesse an einer Hinterliegerbebauung. Wer ein großes Grundstück besitzt, das er teilen lassen und verkaufen will, war von der Gemeinde gebeten worden, auf sie zuzukommen. Wo es geht, hätte die Verwaltung dann auch in Bredenbeck das Bauen in zweiter Reihe möglich gemacht und ein städtebauliches Verfahren begonnen, wie sie es beispielsweise schon für die Hirtenstraße in Wennigsen und zuletzt für die Kamptstraße in Degersen gemacht hat. Aber von 28 Eigentümern, deren Grundstücke zum Teil um die 1200 Quadratmeter groß sind und überhaupt nur infrage kämen, um darauf im rückwärtigen Teil zu bauen, hätten nur sieben ihr Interesse geäußert, teilte Ortsbürgermeister Heiko Farwig in der Ortsratssitzung mit. Zwei Eigentümer würden es definitiv nicht wollen. Und der Rest hätte sich gar nicht erst gemeldet.

Einige Bredenbecker befürchten, dass das noch Monate dauern könnte. Man habe ja gesehen, wie lange der DGH-Verein auf seine Baugenehmigung gewartet hat, fast ein Jahr. In dem Shop zwischen Fußpflege und NP, wo früher eine Versicherung drin gewesen ist, klebe doch schon länger ein Hinweis, dass diese Gewerbefläche Anfang 2018 umgebaut wird, hakte die Bredenbeckerin Christa Putzig in der Ortsratssitzung am Montag nach. Wann ging es denn nun also endlich los? Ortsratsfrau Marianne Kügler stellte allerdings richtig, dass hier nicht der bevorstehende Umbau von NP gemeint sei. Wenn gegenüber die Sparkasse zum 30. April schließt, sollen in den Laden offenbar die Bankautomaten für ein neues SB-Center rein. 

Rufbus-System auch denkbar für Bredenbeck? 

Anfang März wird endgültig entschieden über die Sparpläne bei Regionstochter Regiobus. Nachdem die Stellungnahmen der Städte und Gemeinden vorliegen, wird momentan eine neue Vorlage erstellt. Dieses Gesamtpaket werde am 22. Februar im Verkehrsausschuss der Region Hannover beraten und gehe dann mit einer Empfehlung an die  Regionsversammlung, erläuterte Regionsabgeordneter Paul Krause (SPD) in der Ortsratssitzung. Um Kosten zu sparen, will Regiobus das Netz extrem ausdünnen. Die Linie 520 von Wennigsen über Argestorf, Bredenbeck und Holtensen nach Weetzen soll werktags erst ab etwa 5.30 Uhr fahren und sonnabends nur noch im 120-Minuten-Takt. Auch am späten Abend wird es wohl Einschränkungen geben. Vielleicht ließe sich ein Rufbus-System integrieren, schlug Ortsratsfrau Marianne Kügler vor. Oder Kleinbusse könnten eingesetzt werden, ergänzte Wolfgang  Scholtz. Die Maßnahmen sollen ab dem Fahrplan 2020 gelten. 

Ddie Edeka Minden-Hannover, zu der NP gehört, geht derzeit nicht von größeren Unwegbarkeiten aus. Der Investor habe den Bauantrag gestellt. „Als Mieter des Objektes sehen wir es daher als realistisch an,  dass wir den neuen NP-Markt in Bredenbeck im Oktober eröffnen können“, teilte Edeka-Pressereferentin Alexandra Antonatus auf Anfrage mit. Den NP-Markt in Bredenbeck gibt es seit November 2002. Mit der Modernisierung sollen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden.

Von Jennifer Krebs

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