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Wennigsen Wasserpark freut sich über Besucherrekord
Umland Wennigsen Wasserpark freut sich über Besucherrekord
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14:28 11.10.2018
Die Saison ist beendet: Martin Dankert und Sigrid Röhrbein legen die Flagge des Wasserparks zusammen. Quelle: Malecha
Wennigsen

Der lange heiße Sommer hat dem Wasserpark Wennigsen einen Besucherrekord beschert. 28.809 Menschen haben sich in diesem Jahr im Naturerlebnisbad abgekühlt. Das sind rund 10.000 Besucher mehr als im Durchschnitt das Bad besuchen. „Es war die beste Saison in der 18-jährigen Geschichte des Wasserparks“, sagt Sigrid Röhrbein, Vorsitzende des Wasserpark-Trägervereins, erfreut. Im Schnitt kämen pro Saison zwischen 16.000 und 18.000 Besucher in den Wasserpark, 21017 waren es wegen des schlechten Wetters sogar nur 6167 Menschen.

Technik soll 2019 erneuert werden

Damit auch in Zukunft der Badespaß für alle erhalten bleibt, sind für 2019 zahlreiche Maßnahmen geplant, berichten Röhrbein und ihr Stellvertreter Martin Dankert. Vor etwa einem Monat hat der Verein eine Förderung bei der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Calenberger Land gestellt. Wenn diese genehmigt wird, sollen die Technik erneuert und das Außengelände umgestaltet werden. Kostenpunkt: 680.000 Euro. „Bis zu 53 Prozent der Summe könnten von der ILE gefördert werden“, sagt Dankert. Weitere Förderanträge bei der Region Hannover sind geplant.

Mehr Besucher als je zuvor haben in dieser Saison den Wasserpark besucht.

Hauptanliegen ist, die Wasserqualität durch neue Technik weiter zu verbessern. „Bisher ist die Durchströmung nicht optimal geregelt“, erläutert Dankert. Denn während „normale Schwimmbäder“ mit Chlor arbeiten könnten, müsse das Naturbad durch die Zuführung von Frischwasser heruntergekühlt werden. Bei zu langen Hitzephasen sei das unter den derzeitigen technischen Gegebenheiten nicht möglich, weshalb das Bad auch in dieser Saison einige Tage schließen musste. Insgesamt zirkulierten etwa 3200 Kubikmeter Wasser im gesamten Kreislauf. Chemikalien sind im Naturbad strikt verboten. Das Wasser muss biologisch gereinigt werden. Durch eine Optimierung des Wassereinflusses, zusätzliche Filter und neue Einströmungen, an denen dann sofort Wasser abgenommen und gefiltert wird, soll erreicht werden, dass sich Keime nicht mehr so schnell vermehren.

Naturerlebnispfad geplant

Zudem bröckel am Uferbereich schon einige Kanten ab, die erneuert werden müssen. „Am Regenerationsteich wollen wir gerne einen Naturerlebnispfad bauen“, zählt Dankert einen weiteren Wunsch auf. Dort könnten Kinder keschern und Infotafeln sollen über die Funktionsweise eines Naturbads aufklären. In Richtung Wald – ungefähr dort, wo momentan die Bauwagen stehen – sollen fünf Stellplätze für Wohnmobile entstehen. Auf dem dahinter gelegenen Hügel ist ein Amphitheater geplant. „Mit Sitzgelegenheiten aus Sandstein, die im normalen Betrieb zum ausruhen und auch für Veranstaltungen genutzt werden können“, sagt Dankert.

Bis zum Frühjahr 2019 rechnen die Mitglieder des Trägervereins mit einer Rückmeldung der ILE-Region. „Je nachdem ob unsere Maßnahmen gefördert werden und wenn ja in welcher Höhe, wollen wir auch Gelder von der Gemeinde beantragen“, sagt Röhrbein. Zudem könnten, wenn es ausreichend Fördergelder gibt, auch der Spielbereich verschönert und eine Wasserrutsche angeschafft werden. „Ideen haben wir viele – die mögliche Umsetzung „Wenn wir keine Förderung erhalten, machen wir erst mal so weiter wie bisher", sagt Röhrbein, die sich aber zuversichtlich zeigt, dass die Anträge bewilligt werden. Um die eingeplanten Zuschüsse zu sichern, wurde vom Rat der Gemeinde sogar ein neuer Nutzungsvertrag mit dem Trägerverein abgeschlossen: mit einer Laufzeit von 25 Jahren und einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 150.000 Euro.

Gebäude sollen erneuert werden

Im Spätsommer 2019 soll dann ein weiterer Förderantrag eingereicht werden – dieses Mal für die Gebäude. Etwa 1 Million Euro soll laut Planung der Neubau der Betriebsgebäude kosten. Auf dem Grundstück des Altbaus sollen neue Umkleiden und Sanitärbereiche entstehen, ein Mehrzweckraum, Kassenbereich, Kiosk, eine kleine Küche sowie ein Verwaltungsbereich mit Lagerflächen.  

Von Lisa Malecha

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