Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wennigsen Familie hat kaum Chancen auf Bleiberecht
Umland Wennigsen Familie hat kaum Chancen auf Bleiberecht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 10.09.2018
Die Integrationslotsen Christina Müller-Matysiak (links) und Eva Rudolph (rechts) hoffen offenbar vergeblich, dass Merem Demirova mit ihren Kindern Shukri (6) und Djanan (10) doch noch in Deutschland bleiben darf. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

Trotz Ausbildungsplatzes und guter Integration: Merem Demirova aus Wennigsen hat kaum Chancen, über den 20. November hinaus mit ihren Kindern ein Bleiberecht in Deutschland zu erhalten. Daran lässt das Niedersächsische Innenministerium in einer Stellungnahme keine Zweifel aufkommen. Die Behörde betont, dass der Innenminister im Härtefallverfahren der Familie schon im vergangenen Juni eine Entscheidung getroffen und auch neue Sachverhalte überprüft habe. Zwar äußert sich das Ministerium aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht konkret zum Fall der aus Mazedonien geflohenen Familie. Die Mitteilung der Behörde über den aufenthaltsrechtlichen Hintergrund von Flüchtlingen aus den sogenannten Westbalkanstaaten lässt jedoch kaum Zweifel zu. Demnach wurde vom Bund ein Beschäftigungs- und Berufsausbildungsverbot für abgelehnte Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten wie Mazedonien eingeführt. Ziel sei es, eine Verfestigung des Aufenthalts durch eine Erwerbstätigkeit trotz fehlender Bleibeperspektive von vornherein zu vermeiden und so die Vielzahl der Asylanträge zu verringern.

Menschen aus den Westbalkanstaaten wird laut Ministerium jedoch eine legale Einreise nach Deutschland für eine Berufstätigkeit ermöglicht. Dafür sei eine vorherige Ausreise aus dem Bundesgebiet und die Beantragung eines Visums aus dem Ausland notwendig. Die Beschäftigung müsse jedoch geeignet sein, den Lebensunterhalt der gesamten Familie zu sichern. Die Einführung eines „Spurwechsels“ für ehemalige Asylbewerber, die auch gesetzlich arbeiten dürfen und bereits wirtschaftliche Integrationsleistungen erbracht hätten, sei dagegen nach wie vor gewollt, heißt es in der Mitteilung.

Von Ingo Rodriguez

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Mitglieder des Bauausschusses haben darauf verzichtet, weitere Eckpunkte für die Umgestaltung der Hauptstraße zu empfehlen. Auch eine Entscheidung über einen Minikreisel wurde erneut vertagt.

07.09.2018

Die seit Jahren geplante Skateranlage soll voraussichtlich im Frühjahr 2019 gebaut werden. Bürgermeister Christoph Meineke hat dem Jugendparlament im Bauausschuss von Planungsfortschritten berichtet.

07.09.2018

Wieder Open Stage in der Tenne in Degersen: Am Sonnabend, 15. September, gibt es Rock und Pop – von Klassikern bis zu aktuellen Hits – mit der Band Shape.

07.09.2018