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Wennigsen Friedhofswart Friedrich Noltemeyer verabschiedet sich
Umland Wennigsen Friedhofswart Friedrich Noltemeyer verabschiedet sich
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14:29 29.06.2018
Friedrich (Mitte) und Ulrike Noltemeyer übergeben den Schlüssel für die Kapelle an den neuen Friedhofswart Christof Dankert. Quelle: Malecha
Wennigsen

Er hat das Bild des Wennigser Friedhofs maßgeblich geprägt: 26 Jahre land war Friedrich Noltemeyer Friedhofswart in Wennigsen. Nun ist der 70-Jährige in den Ruhestand gegangen. Sein Nachfolger wird Christof Dankert, der eine Garten- und Landschaftsbau Firma in Wennigsen hat. „Für den Friedhof geht eine Ära zu Ende“, sagt Mandy Stark, Pastorin der Marien-Petri-Gemeinde, bei der kleinen Abschiedsfeier vor der Kapelle. Sie hofft, dass Dankert mit genau so viel Herzblut dabei sein wird, wie Noltemeyer und sein Helfer José del Rio – der ebenfalls in Rente geht – es waren.

Nach 26 Jahren als Friedhofswart ist Friedrich Noltemeyer in den Ruhestand gegangen.

„Wir haben hier ganz schön viel bewegt und das Gesicht des Friedhofs doch sehr zum positiven geändert“, sagt Noltemeyer. 26 Jahre und drei Monate war er für die Begräbnisstätte mitten im Ortskern zuständig. „In dieser Zeit haben wir eine grüne Oase geschaffen, in der sich die Menschen gerne aufhalten“, sagt der 70-Jährige, der sich noch genau daran erinnert, wie es auf dem Friedhof vor fast drei Jahrzehnten aussah. „Es war einfach alles viel mehr zugewachsen und auch die Bestattungskultur war damals eine ganz andere.“ Als er anfing, waren Erdbestattungen die Norm, mittlerweile gibt es fast genau so viele Urnenbestattungen. „Zudem haben viele Menschen nicht mehr so viele Angehörige vor Ort, die sich um die Grabpflege kümmern“, sagt er. Auch ein Grund, weshalb er – gemeinsam mit dem Friedhofsausschuss und dem Kirchenvorstand – sehr viele neue Ideen entwickelt hat. „Zunächst haben wir viele Pflegearbeiten übernommen, dann haben wir die Rasen-Gräber eingeführt, dann die erste Stelen-Anlage und jetzt noch die Baumbestattungen und auch die zweite Stelen-Anlage ist bald fertig“, zählt er nur einige der Dinge auf, die mit seiner Hilfe und seinen Ideen umgesetzt wurden.

Den Friedhof wie einen Park gestalten

Ihm sei immer wichtig gewesen, dass der Friedhof zu einem Ort wird, an dem man sich gerne trifft. „Hier können die Menschen über die Probleme reden, die sie nicht hatten, als der Partner noch lebte – und zwar mit Menschen, denen es ähnlich geht.“ Und damit man sich eben gerne auf dem Friedhof trifft, hat Noltemeyer ihm nach dem Vorbild eines Parks gestaltet. „80 Bäume habe ich in 26 Jahren gepflanzt“, sagt er. Unzählige Hecken und Blumen sind hinzugekommen. Denn: „Ein Friefhof muss blühen und vor allem auch bunt sein.“

Auch an der Restaurierung des Mausoleums war er maßgeblich beteiligt und für die Kapellen-Sanierung hatte er sogar seinen Ruhestand verschoben, damit er das Projekt bis zum Ende begleiten konnte. „Ich durfte hier immer ganz viele eigene Ideen einbringen – dafür bin ich dankbar“, sagt er. Zudem habe ihm aber auch immer am Herzen gelegen, für die Menschen da zu sein. „Welche Grabform die richtige ist, kommt ganz auf die Person an“, sagt er. Immerhin habe jede Form ihre eigenen Anforderungen, was die Pflege betrifft.

Dankert wird Noltemeyers Nachfolger

Ein Ansprechpartner für alle soll auch Christof Dankert, der eine Garten- und Landschaftsbau-Firma betreibt, sein. Er hat bereits Erfahrung mit dem Friedhof gesammelt, war einige Jahre im, Kirchenvorstand und auch im Friedhofsausschuss und habe damals die Arbeit so spannend gefunden, dass er sich promt auf die freigewordene Stelle beworben hat. Doch ganz ohne den Rat von seinem Vorgänger muss Dankert nicht auskommen. Der Rentner hat er schon seine Hilfe angeboten. Ansonsten will sich Noltemeyer nun mehr um die Familie und seine Hobbys, etwa dem Singen bim Männergesangsverein und seine Arbeit in der Forstgemeinschaft, kümmern.

Von Lisa Malecha

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