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Wennigsen Kinder frühstücken mit dem Bürgermeister
Umland Wennigsen Kinder frühstücken mit dem Bürgermeister
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14:23 04.07.2018
Die Jungen und Mädchen löchern Bürgermeister Christoph Meineke beim Frühstück. Quelle: Malecha
Wennigsen

Was kann der Bürgermeister gegen Raser tun und wann bekommt die Turnhalle der KGS neue Toiletten? Am Frühstückstisch mit Bürgermeister Christoph Meineke plauderten acht Jungen und Mädchen über diese und viele anderen Themen, die ihnen auf dem Herzen liegen. Im Rahmen vom Ferienpass hatte der Bürgermeister zu dieser Besucherrunde bei Kakao, Orangensaft, Brötchen, Käse und Marmelade eingeladen.

Doch bevor die Kinder ihre Wünsche äußerten, wollten sie erstmal ganz allgemeine Dinge von Meineke erfahren. „Was macht ein Bürgermeister überhaupt?“, „Wie alt muss man sein, um Bürgermeister zu werden?“ und „ Wann fängst du morgens an?“ lauteten einige der ersten Fragen am Frühstückstisch. Meineke erklärte den jungen Besuchern, wie die Verwaltung aufgebaut ist, worum sich die Gemeinde kümmern muss und erzählte auch, was denn überhaupt ein Wahlkampf ist. Dann durften die Kinder selber äußern, was sie denn als Politiker versprechen würden: „Weniger Müll in der Umwelt wäre toll“, sagte ein Junge. „Wir sollten alle freundlicher zueinander sein“, ergänzte seine Sitznachbarin. „Auch die Regeln an der Schule sollten geändert werden – zum Beispiel sollte es nie mehr Hausaufgaben geben“, sagt der nächste. Mit dieser letzten Versprechung würde man sicherlich viele Stimmen bekommen, waren sich die Kinder einig.

Die Themen Schule und Schulweg beschäftige die Jungen und Mädchen besonders. „Die KGS Sporthalle braucht endlich mal gute Toiletten – da ist auch alles vollgekritzelt“, sagte ein Mädchen. Und auch beim Thema Verkehr müsse der Bürgermeister doch sicherlich was tun können. „In der Kurt-Schumacher-Straße fahren alle wie verrückt – kann da nicht ein Blitzer hin oder können Sie die Straße zu einer Spielstraße machen?“, fragte die neunjährige Joelle. Sie selbst sei auf der Straße schon fast umgefahren worden. „Wir müssen mit der Polizei absprechen, wo wir blitzen dürfen“, erläuterte Meineke. „Und die Geschwindigkeit legt die Region fest und nicht wir.“ Allerdings versprach er dem Mädchen, dass er sich die Situation anschauen würde und prüfen will, was dort passieren kann. Über Raser beschwerte sich auch die achtjährige Lene: „Ich wohne im Bröhnweg und auch da fahren alle viel zu schnell“, sagte sie. Viele Autofahrer würden nur an sich denken und nicht an andere. „Wieso müssen die nicht auch zur Verkehrserziehung?“, fragte ein anderes Mädchen. „Oder man sagt der Polizei, dass sie da immer stehen muss“, schlug ein Junge vor.

Joelle (9) darf es sich auf dem Stuhl des Bürgermeisters bequem machen. Quelle: Malecha

Im Anschluss an die Fragerunde durften die Jungen und Mädchen noch das Rathaus erkunden. Sie spielten im Trauzimmer eine Hochzeit nach und schauten sich das wohl älteste Buch an, das es im Rathaus gibt: Ein Namensregister vom Standesamt Bredenbeck aus dem Jahre 1874. Und auch dem Ordnungsamt statteten die Kinder einen Besuch ab – und waren erstaut vom Büro des Teams. „Wenn ihr doch für Ordnung zuständig seid, warum ist euer Büro dann so unordentlich?“, fragten sie die Mitarbeiter.

Auch, was den Bürgermeister gerade beschäftigt, wollten die Kinder wissen: Baustellen in den Schulen, der geplante Windpark und die Zukunft des Wasserparks waren nur einige Themen, mit denen er sich derzeit befasse, zählte Meineke auf. „Wie lange muss man denn dann arbeiten – auch mal von morgens bis abends“, wollte eines der Kinder wissen. Das komme sogar häufig vor, antwortete der Bürgermeister. Am Ende steht für die meisten Kinder fest: „Bürgermeister will ich nicht werden – das ist glaube ich viel zu viel Arbeit“, sagte Joelle.

Standesbeamtin Renate Piel zeigt den Kindern das älteste noch erhaltene Namensregister des Standesamts Bredenbeck aus dem Jahr 1874. Quelle: Malecha

Von Lisa Malecha

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