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Wennigsen Wanderer erkunden „teuflische Orte“ im Deister
Umland Wennigsen Wanderer erkunden „teuflische Orte“ im Deister
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14:28 08.10.2018
Heiko Hesse und Winfried Gehrke haben mehr als 50 Wanderer zu den "teuflischen Orten" im Deister geführt. Quelle: privat
Wennigsen

Teufelsbrücken, -löcher, -berge und -mühlen, Hexentanzplätze und Teufelsküchen – an unzähligen Orten in Deutschland stößt man auf den Höllenfürsten und seine Helfer. Autor und Madsack-Redakteur Heiko Hesse hat dazu nicht nur ein Buch geschrieben sondern sich auch gemeinsam mit Winfried Gehrke und mehr als 50 Wanderern auf den Weg gemacht, um herauszufinden, was hinter den teuflischen Orten im Deister steckt. Unterwegs erfuhren die Teilnehmer der szenischen Wanderung auch viel über Ängste, Mythen und Glauben in Geschichte und Gegenwart.

Heiko Hesse und Winfried Gehrke haben mehr als 50 Wanderer zu den "teuflischen Orten" im Deister geführt. In dem Stein vor ihnen sieht man den „Fußabdruck des Teufels“. Quelle: privat

Eine der Stationen: Der Teufelssprung. Etwa 700 Meter ging es vom Parkplatz am Waldwinkel in der Wennigser Mark hinauf in Richtung Deisterkamm – dann sieht man ihn, den Abdruck des Teufels. Hier im Schleifbachtal sollen der Sage nach einst die Bergleute den Teufel vertrieben haben, erzählt Winfried Gehrke. Die Spuren des Teufelssprungs waren viele Jahre verschollen, nur aus Erzählungen der Bergleute kannte man sie. Bei Forstarbeiten fand man sie zufällig wieder. Deutlich sind die „Fußabdrücke des Teufels“ in dem Stein zu erkennen.

Die rund 12 Kilometer lange Wanderung – eine Mischung aus Lesung und szenischer Darstellung –kam bei den Besuchern gut an. „Eigentlich waren wir mit 30 Teilnehmern schon ausgebucht, aber wir wollten auch niemanden nach Hause schicken“, sagt Gehrke. Also wurde die Gruppe kurzerhand erweitert. Einige der Stationen: Alte Taufe, Teufelskammer, Teufelsbrücke. „Der Deister hat viele dieser mystischen Ecken, um die sich Geschichten ranken“, sagt Gehrke, der die Wanderung zusammen mit dem Wennigser Tourismus-Service und Autor Heiko Hesse organisiert hatte.

Wer die Wanderung verpasst hat, der könnte im nächsten Frühjahr die Chance bekommen, die teuflischen Orte kennenzulernen. „Aufgrund der hohen Nachfrage wollen wir eine weitere Tour anbieten“, sagt Gehrke. Termin ist voraussichtlich im Mai. Dann soll die Wanderung so abgeändert werden, dass auch Menschen, die etwas schlechter zu Fuß sind, mitlaufen können. „Die erste Tour war 12 Kilometer lang – die nächste wollen wir auf acht bis neun Kilometer verkürzen.“

Zudem planen Gehrke und Hesse eine Lesung in Wennigsen – ebenfalls im Frühjahr. Dann werden Hesse und er aus Hesses Buch „Teuflische Orte, die man gesehen haben muss“ (ISBN 978-3-86124-717-3) vorlesen. Das Werk erzählt auf 240 Seiten 112 diabolische Geschichten.

 

Von Lisa Malecha

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