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Wunstorf Schwimmern wird es im Bad zu eng
Umland Wunstorf Schwimmern wird es im Bad zu eng
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14:49 27.07.2018
Gut besuchtes Freibad in Bokeloh: Täglich nutzen hunderte Badegäste das 50-Meter Becken, um ihre Bahnen zu ziehen. In der Ferienzeit sind auch viele Familien im Bad. Sportlich ambitionierte Schwimmer haben es da schwer. Quelle: Christiane Wortmann
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Bokeloh

 Die einen wollen in Ruhe ihre Bahnen schwimmen, andere einfach nur im Becken oder am Rand das Wasser genießen: Weil das anhaltend schöne Sommerwetter dem Schwimmbad in Bokeloh täglich fast 1000 Badegäste beschert, fühlen sich ambitionierte Schwimmer gestört. Sie könnten nicht wie gewohnt ihre Bahnen ziehen, weil dort immer wieder spielende Kinder ihren Weg kreuzten, sagt Badegast Burghard Floeting.

Früher war das alles kein Problem

Er gehört auch zu den Wunstorfern, die jahrelang das Frühschwimmangebot nutzten. „Als wir noch morgens um 6 Uhr ins Bad konnten, war das mit dem Platz nie ein Problem. Das Bad ist wegen der späten Öffnungszeit um 10 Uhr überlaufen. Zu dieser Zeit sind bereits hunderte Besucher hier. Da gibt es keine Möglichkeit, seine Bahnen zu ziehen“, sagt der Luther verärgert. Auch Gerhard Barras ist Dauergast in Bokeloh. Der rüstige Senior schwimmt fast täglich und meint auch, dass die Öffnungszeiten zu eng gehalten sind. „Berufstätige zum Beispiel haben da keine Chance“, betont er.

Alle Besucher sollen zu ihrem Badeerlebnis kommen

Floetings Vorschlag, das Bad früher zu öffnen oder wenigstens Bahnen für Schwimmer mit Leinen abzugrenzen, stößt bei der Stadt auf wenig Gegenliebe. „Alle Besucher sollen zu ihrem Badeerlebnis kommen. Wenn wir bei der derzeitigen Anzahl von Gästen im Schwimmerbecken eine oder zwei Bahnen abtrennen, würde das den Platz für die anderen nur verkleinern. Auch das Risiko, dass sich spielende Kinder an den Leinen verletzen, ist hoch“, sagt Stadtsprecher Alexander Stockum.

Das Bad früher zu öffnen ist angeblich keine Option: Es fehle an Personal, das den Schichtbetrieb aufrecht erhalten kann, betont Stockum. Ein Tipp vom leitenden Schwimmmeister: In der letzten Stunde vor Schließung ist es im Bad etwas ruhiger. Ab 18.30 Uhr seien die meisten Kinder erfahrungsgemäß bereits Zuhause. Für Schwimmmeister Eike Kuntze ist die Sache ebenfalls klar: „Wir müssen auf alle Badegäste Rücksicht nehmen. Auch Familien mit Kindern haben schließlich Eintritt bezahlt“, betont er.

Jeden Morgen herrscht im Freibad Bokeloh großer Andrang: Das Bad öffnet täglich um 10 Uhr. Burghard Floeting (Mitte) und Gerhard Barras (links) schwimmen täglich ihre Bahnen und bemängeln fehlenden Platz. Quelle: Christiane Wortmann

Seid doch froh, dass es das Bad überhaupt noch gibt

Kritiker sind derzeit in der Minderheit. Die meisten Befragten sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Die Bademeister seien nett. Außerdem sollten die, die meckern, doch froh sein, dass es das schöne Bad überhaupt noch gibt, sagt der Wunstorfer Bodo Fütterer. Jeder brauche schließlich Abkühlung.

Heidemarie Grahl aus Neustadt kommt regelmäßig zum Schwimmen nach Bokeloh. Das Freibad gefalle ihr sehr gut, aber sie habe schon das Gefühl, dass die Anlage etwas vernachlässigt wird, betont sie. „Flexiblere Öffnungszeiten wären schön, an zwei Tagen in der Woche würde das ja schon reichen. In Neustadt gibt es das schon“, betont die gebürtige Wunstorferin.

Von Christiane Wortmann

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