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Wunstorf Wischmeyer missioniert seit 15 Jahren
Umland Wunstorf Wischmeyer missioniert seit 15 Jahren
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00:16 26.08.2018
Dietmar Wischmeyer liest bei der Zeltmission an den Steinhuder Strandterrassen. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Für viele Fans ist es ein fester Termin im Jahreskalender – Dietmar Wischmeyer kommt Ende August wieder zur Zeltmission nach Steinhude. Seit 15 Jahren spielt der Comedian aus Wiedenbrügge, der im ffn-Frühstyxradio bekannt geworden ist, in einem Zelt am Steinhuder Meer. Los ging es auf der Badeinsel, inzwischen an den Strandterrassen. Beruflich hat sich für Wischmeyer auch einiges verändert – er ist inzwischen regelmäßig in der Satiresendung Heute-Show im ZDF zu sehen. Wir haben mit ihm über 15 Jahre Zeltmission und seine komplizierte Beziehung zu Wunstorf gesprochen.

Wie ist eigentlich vor 15 Jahren die Idee zur Zeltmission entstanden?

Ganz zu Anfang trug sie noch nicht diesen Titel, sondern war eine „Lesung auf der Badeinsel“. Aber schon bald festigte sich der Name „Zeltmission“ – eine Reminiszenz an die vagabundieren Prediger, die vor allem in den Siebzigern Deutschland zu erleuchten versuchten. Die Idee dahinter war, ein Ambiente außerhalb der klassischen Veranstaltungsorte zu nutzen für Kabarett, Satire plus Bratwurst und Bier.

In 15 Jahren Zeltmission hat sich einiges verändert. Wie haben Sie und Ihr Programm sich verändert?

Zuerst war es eine reine Lesung der bis dato vor allem für das Radio entstandenen Texte, dann kamen Figuren wie Günther, Der kleine Tierfreund und Willi Deutschmann hinzu. Bis es seit einigen Jahren zur Tradition wurde, den Abend mit einem Text über Wunstorf zu beschließen, wie zum Beispiel „Bomben über Wunstorf“.

Wie hat sich das Publikum in den 15 Jahren verändert?

Von den ursprünglichen Frühstyxradio-Fans der Anfangsjahre bis heute ist das Publikum immer breiter aufgestellt. Für nicht wenige ist die Zeltmission gegen Ende des Sommers schon zu einem festen Termin im Kalender geworden. Seit die Zeltmission auch am Sonntag Nachmittag stattfindet, hat sich das Spektrum nochmals erweitert.

Durch das Auftreten in der Heute Show haben Sie mittlerweile eine regelmäßige TV-Präsenz - merken Sie den Unterschied beim Publikum zwischen den Heute-Show-Zuschauern und den altgedienten Frühstyxradio-Fans?

Kaum! Hauptsächlich, weil man es den Leuten nicht ansieht, weshalb sie gekommen sind. Wer mich allerdings ausschließlich aus der Heute-Show kennt, ist dann doch einigermaßen überrascht, wie groß das Spektrum außerhalb der reinen politischen Satire ist – zumeist allerdings positiv.

Sind Sie dem Schaumburger Land eigentlich treu geblieben oder des Jobs wegen abgewandert?

Wohin bin ich denn abgewandert? Ich hab extra noch mal auf meinem Kfz-Kennzeichen nachgeschaut und dort SHG vorgefunden, mithin wohne ich noch in Schaumburg und blicke immer noch mitleidig nach Steinhude, das sich ohne Not in die Fänge des Müll-Kalifats Aha begeben hat – zu dessen Entschuldigung muss man allerdings sagen, dass es damals noch nicht ahnte, welche fatale Folgen die Desertion nach Hannover haben würde.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?

Den kleinen Tierfreund.

Wie ist es denn in der Heimat zu spielen, wenn die Zuschauer die gute alte Wunstorf-Schelte erwarten - dürfen die sich wieder freuen?

Nichts freut den Wunstorfer mehr, als wenn er mit seiner Hassliebe zur Ampel-Metropole ernst genommen wird. Wo sollte man auch sonst über Wunstorf schelten, schon in Mardorf interessiert das niemanden mehr.

Für die Vorstellungen am Freitag, 31. August, und Sonnabend, 1. September, jeweils um 20 Uhr, sind noch Restkarten an der Abendkasse erhältlich. Für Sonntag, 2. September, 16 Uhr, gibt es noch Karten bei den Vorverkaufsstellen der HAZ in Wunstorf, Mittelstraße 5, und Neustadt, Am Wallhof 1. Sie kosten 26 Euro, dazu kommt 1 Euro Systemgebühr.

Von Susanne Döpke

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