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Wunstorf Becken bekommt Säurebehandlung
Umland Wunstorf Becken bekommt Säurebehandlung
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00:15 09.07.2018
Lucas Pfeifer (links) und Ulrich Schmelz sind für eine Spezialreinigung des Hallenbads nach Wunstorf gekommen. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

Seit fünf Jahren hat das Schwimmerbecken des Wunstorf Elements eine Edelstahl-Verkleidung – am Donnerstag hat sie erstmals eine besondere Behandlung bekommen. Die Bäderbetriebe hatten die Dr. Schmelz GmbH aus dem nordhessischen Malsfeld beauftragt, die ans Werk ging, nachdem das Wasser abgelassen war.

Diese Verkleidung ist so ausgelegt, dass sie eigentlich rostfrei ist und auch das Chlor im Badewasser gut vertragen kann. Kleine Roststellen können allerdings doch entstehen, wenn die Besucher Gegenstände aus Metall wie Schmuck im Becken verlieren – deswegen sollten sie sie möglichst zum Schwimmen ablegen.

Solche Ansätze von Korrosion zu verhindern, dafür war die Kur am Donnerstag gedacht. „Wir reinigen mit Wasser vor und bringen dann ein Säuregemisch auf“, sagte Betriebsinhaber Ulrich Schmelz. Dieses wirkt Abschnitt für Abschnitt jeweils eine halbe Stunde ein, ehe poliert wird. Auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern plus Wände war dafür ein Arbeitstag eingeplant.

Die Edelstahlverkleidung des Hallenbads wird einer besonderen Behandlung unterzogen. Quelle: Sven Sokoll

Als das Becken noch gefliest war, mussten mit mehr langwieriger Handarbeit die Fugen regelmäßig bearbeitet werden. „Aber auch Edelstahl ist eben in gewissen Abständen noch pflegebedürftig“, betonte der Mikrobiologe. Nach der Reinigung sollte das Becken schnell und ohne Pausen wieder befüllt werden, damit keine Ränder entstehen. Dafür muss das Team der Bäderbetriebe zwei Tage einplanen.

Während der Betriebspause müssen auch die übrigen Anlagen im Wunstorf Elements gründlich gereinigt werden. „Darunter zählen auch Wasserspeicher unterhalb der Erde“, berichtete Wolfgang Zerban von den Bäderbetrieben. Am Kneipp-Becken im Saunabereich sollten defekte Fliesen ausgetauscht werden. Am 1. August soll der öffentliche Betrieb wieder beginnen.

Die AfD-Fraktion im Rat hat sich unterdessen daran gestoßen, dass die Bäderbetriebe in ihrer Mitteilung zur einmonatigen Betriebspause das Freibad in Bokeloh als „Alternative“ bezeichnet haben. „In den Sommermonaten, dann noch bei solch einem Wetter wie es derzeit vorherrscht, kann höchstens das Hallenbad eine Alternative zum Freibad Bokeloh darstellen, und das auch nur, wenn das Wetter mal schlecht ist“, schreibt der Fraktionsvorsitzende Bernd Wischhöver, „Was will man mit der Formulierung suggerieren?“

Hallenbad und Sauna sind erst seit 2015 bis auf die einmonatige Wartungspause auch im Sommer geöffnet. Dafür wurde das Frühschwimmen im Freibad Bokeloh abgeschafft, was für einige Proteste gesorgt hatte.

Von Sven Sokoll

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