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Wunstorf Eltern zeigen Interesse an freier Schule
Umland Wunstorf Eltern zeigen Interesse an freier Schule
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00:18 14.02.2019
Corinna Michal-Gabriel (von links), Andrea Scholten und Lars Dietrichkeit informieren über die geplante freie Schule. Quelle: Albert Tugendheim
Steinhude

Sie sind auf einem guten Weg, und ihre Initiative findet offenbar viele Freunde. Die Freie Schule Steinhude soll zum nächsten Schuljahresbeginn an den Start gehen. Die Initiatoren berichteten vor gut 70 Zuhörern Sonntagabend in den Strandterrassen, dass fast alles geregelt sei. Einziges drängendes Problem ist die Raumfrage, wo soll die Freie Schule ihren Betrieb aufnehmen? Steinhude wird als Standort bevorzugt. Ein Grund dafür ist das Meer, das viele Möglichkeiten zu kreativem Lernen biete.

Am 9. März gibt es einen Gesprächstermin im Wunstorfer Rathaus. Ideal wäre es für die Freie Schule, wenn sie im Schulzentrum Steinhude Räume bekäme. „Das Gebäude ist bewirtschaftet, wir brauchen nur einige Räume“, sagte Lars Dietrichkeit, einer der Antreiber des Projektes.

Verträge mit Lehrern werden gerade geschlossen. Die Zahl der Eltern, die ihre Kinder für die Freie Schule anmelden wollen, dürfte am Sonntagabend deutlich gestiegen sein, denn noch während der Veranstaltung füllten Teilnehmer Anträge aus.

Die Schule soll kein Eliteinstitut werden

Corinna Michal-Gabriel, Andrea Scholten und Lars Dietrichkeit stellten ihr Projekt engagiert vor und machten klar, dass sie auf dem Weg zu einer Freien Schule schon ein weites Stück voran gekommen sind. Es geht natürlich auch ums Geld. In den ersten drei Jahren nach der Gründung einer freien Schule gibt es keine staatlichen Zuschüsse. Lehrer müssen dennoch bezahlt werden, Unterrichtsmaterial gibt es auch nicht umsonst – auch nicht in der Montessori-Reformpädagogik, die eine der Säulen der neuen Schule darstellt. Einer der Grundpfeiler dieser Pädagogik: Kinder wollen lernen, nur nicht unbedingt immer gerade das, was für bestimmt 45 Minuten im Stundenplan steht.

Das Thema Finanzen sei geklärt, versicherten die drei, Banken helfen über die ersten Jahre hinweg. Und keineswegs sei die Freie Schule ein Eliteinstitut, verteidigten die Initiatoren sich gegen Kritik. Schulgeld müssen sie kassieren, Minimum nach aktueller Berechnung sind 85 Euro pro Monat, im Höchstsatz geht es bei Gutverdienern bis 400 Euro. Klingt nach ordentlichem Brocken, aber so sagt Michal-Gabriel: Erst werden die Gespräche mit Eltern geführt über die Inhalte, und erst dann geht es ums Geld. Sie versprach, dass Lösungen für alle Interessierten gefunden werden.

Neben Informationen darüber, was freie Schulen ausmache, gab es aus Reihen der Eltern viele praktische Fragen. Ist ein Übergang zu Regelschulen möglich, das war eine davon. Das müsse eine freie Schule sogar gewährleisten, darauf wies Michal-Gabriel hin. Wim Ruijsendaal, Leiter der Montessorischule Hannover erläuterte als Gast, dass sich freie Schulen an den Lernvorgaben der Ministerien orientieren müssen. Allerdings bieten diese Curricula Spielräume, die in den freien Schulen genutzt werden. „Mit freien Schulen kommt Abwechslung, und das kommt auch wieder den Regelschulen zugute“, sagte der erfahrene Pädagoge. Der Wunstorfer Helmut Prietz, Regierungsschuldirektor a.D. , befand, dass beispielsweise im Grundschulbereich schon vieles praktiziert werde, was in freien Schulen Standard ist.

Von Albert Tugendheim

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