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Wunstorf Moorbrand: Ablösung kommt Dienstag
Umland Wunstorf Moorbrand: Ablösung kommt Dienstag
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00:20 26.09.2018
Helfer des THW Wunstorf unterstützen die Wasserförderung auf langen Wegstrecken in Meppen. Quelle: Michael Schott
Wunstorf/Neustadt/Garbsen/Seelze

Das Ende ist in Sicht: Die Feuerwehrleute aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen haben signalisiert bekommen, dass sie beim Moorbrand bei Meppen am Dienstagmittag alle abgelöst werden und dann nach Hause zurückkehren können. So war es auch schon zu Beginn erwartet worden. Das Aufrechthalten der Wasserversorgung über weitere Entfernungen war die wesentlichen Aufgabe neben Verpflegungsaufgaben.

Die 139 Helfer der 1. Regionsfeuerwehrbereitschaft, darunter 45 Wunstorfer, 20 Garbsener und 74 Neustädter, hatten am Sonntagabend unter der Leitung von Jörn Engel ihre ersten Aufgaben bei Meppen aufgenommen, nachdem sie sich am Morgen auf den Weg gemacht hatten. „Wir sind tief im Bundeswehrgelände, alles ist sehr weitläufig“, sagte der Steinhuder Norman Brockhoff zu Beginn. Weitere Kräfte aus Wunstorf sowie aus Schneeren waren zunächst für die Verpflegung eingeteilt, die Poggenhagener haben dafür ihre Küche mitgebracht.

Eine Rotation sollte dafür sorgen, dass alle Einsatzkräfte auch Ruhephasen bekommen. Neustadts Feuerwehrsprecher Florian Hake berichtet kurz vor 8 Uhr am Montag zwar von einer „kurzen, kalten Nacht“. Brockhoff berichtete um 9.30 Uhr allerdings: „Die Stimmung ist gut, wir sind auch gut zur Ruhe gekommen. Alle sind gesund und munter.“ Vor allem mit Kameraden aus der eigenen Ortsfeuerwehr hatte er zunächst den Auftrag bekomme, eine schon zuvor bestehende Wasserversorgung für das Einsatzgebiet auf konstantem Druck zu halten. Gegen 1 Uhr wurde die Kräfte dann von Wunstorfern, Blumenauern und Bokelohern abgelöst. „Wir haben in beheizten Zelten des THW geschlafen und ein gutes Frühstück bekommen. Jetzt sind wir wieder fit für den Tag.“ Der Zug sollte deshalb wieder die Verantwortung für die Wasserversorgungsstrecke übernehmen.

Bei ihren eigentlichen Aufgaben blieben die Helfer aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen weitgehend unter sich, während es bei den Pausen auch Kontakt zu anderen Einsatzkräften gab. „Auch das Mittagessen war gut, und es kommen häufig auch Busse vorbei, die uns versorgen“, berichtet Brockhoff. Die Bundeswehr planiert die Wege auf dem moorigen Gelände regelmäßig, damit die Feuerwehr mit ihren Fahrzeugen besser vorankommt. Die mitgebrachte Technik hatte bis Montagnachmittag ohne Ausfälle durchgehalten.

Bei der Abfahrt der Bereitschaft war schon davon ausgegangen worden, dass der Einsatz zunächst bis Dienstag dauern wird, obwohl am Sonntag schon davon die Rede war, dass die Kräfte insgesamt reduziert werden können. Am Montag sind allerdings auch noch weitere Bereitschaften aus der Region in Bewegung gesetzt worden, so dass auch Seelzer noch bei dem Brand helfen müssen. Weil die Feuerwehrleute sich im militärischen Sperrgebiet bewegen, durften Fotos von der Arbeit der freiwilligen Helfer bisher nicht entstehen.

Das THW Wunstorf kümmert sich auch um die Stromversorgung eines Feldlagers. Quelle: Foto Pierre Graser THW Hannover/Langenhagen

Für das Technische Hilfswerk aus Wunstorf ist ein Ende des bisher elftägigen Einsatzes bei dem Moorbrand noch nicht absehbar, wie der Ortsverband am Montag mitteilte. Derzeit sind immer bis zu 15 Helfer eingebunden, wofür sich bisher insgesamt 22 Ehrenamtliche abgewechselt haben. Während die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen normalerweise bei Hochwassern im Einsatz ist, muss eine ihrer großen Pumpen seit 10 Tagen im Dauereinsatz Löschwasser für die Feuerwehr heranschaffen. Außerdem sind die Elektro-Experten mit der Stromversorgung und -verteilung in dem Feldlager beschäftigt, in dem mittlerweile 1000 Ehrenamtliche leben.

Von Sven Sokoll

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