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Wunstorf Betreuung umfasst bisherigen Zeitraum
Umland Wunstorf Betreuung umfasst bisherigen Zeitraum
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14:16 09.07.2018
Die Hagenburger Grundschule behält beim Ganztagsschulbetrieb die Zeiten bei. Quelle: Virginé Rolke
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Hagenburg

Eltern und Schüler können aufatmen: Auch im kommenden Schuljahr erfolgt die Betreuung der Schüler in der Wilhelm-Bock-Grundschule, einer Offenen Ganztagsschule, täglich bis 15.30 Uhr. Dies war infrage gestellt worden, nachdem der Schulvorstand die weitere Verantwortung für die letzte Betreuungsstunde, für die nicht Lehrer, sondern pädagogische Mitarbeiter eingesetzt werden, abgelehnt hatte.

Als Grund gab Rektorin Sonja Fibiger eine unbefriedigende Kommunikation seitens der Samtgemeinde an, bezog dies vor allem auf die Auswahl und den Einsatz der vier pädagogischen Mitarbeiter. Insbesondere stieß Fibiger übel auf, dass sie spät davon erfahren habe, dass drei der vier Mitarbeiter im kommenden Schuljahr ersetzt würden. Der Streit eskalierte an einer Koordinatorin, mit deren Arbeit Fibiger ihrer Aussage nach sehr zufrieden war, die Samtgemeinde nach Angaben von Samtgemeindedirektor Jörn Wedemeier aber nicht. Die Kraft wurde nicht weiterbeschäftigt. Es kam schließlich zum Eklat in Form der Entscheidung des Schulvorstands.

Auf den Entschluss, die letzte Betreuungsstunde wegfallen zu lassen, reagierte der Samtgemeinderat im Juni mit einer Resolution. Gefordert wurde die Fortsetzung der gewohnten Nachmittagsbetreuung. Wedemeier lud kurze Zeit später Lehrervertreter aus dem Schulvorstand und eine Elternvertreterin aus dem Gremium zu einem klärenden Gespräch ein.

Das Treffen ergab laut Wedemeier, dass die Betreuung der Kinder auch im nächsten Schuljahr „so fortgeführt wird, wie im vergangenen Schuljahr“. Auch vier pädagogische Mitarbeiter würden weiterhin so eingesetzt wie bisher. „Die Resolution des Rates wird damit vollständig umgesetzt“, erklärt der Samtgemeindebürgermeister.

Als Ergänzung soll bezüglich der Nachmittagsbetreuung nun ein Kooperationsvertrag zwischen Samtgemeinde und Schule unterschrieben werden. Einen solchen Vertrag habe man seitens der Verwaltung bereits bei der Entwicklung der Offenen Ganztagsschule favorisiert.

Zum Hintergrund: Bevor 2016 die Offene Ganztagsschule in Betrieb ging, existierte an der Grundschule ein Hort, in dem die Schüler nach dem Unterricht betreut wurden. Dieser war im Keller der Schule untergebracht und wurde wegen der starken Nachfrage räumlich zu klein. Für den Hort hätte neu gebaut werden müssen. Die Samtgemeinde entschied sich stattdessen aber für die Offene Ganztagsschule und baute die Grundschule dafür für mehr als eine Million Euro um. Ins Gewicht für die seit zwei Jahren schwelenden Querelen fällt die Tatsache, dass der Hort nach dem Kindertagesstättengesetz in die volle Zuständigkeit und Weisungsbefugnis der Samtgemeinde fiel – was für die Offene Ganztagsschule nicht mehr gilt. Gleichwohl finanziert die Samtgemeinde die vier pädagogischen Mitarbeiter, die die Schüler von 14.30 bis 15.30 Uhr betreuen.

Ein Kooperationsvertrag hätte nach Willen der Samtgemeinde die Zusammenarbeit in Sachen Nachmittagsbetreuung mit der Schule regeln sollen, kam aber nicht zustande. Die Schulleitung habe seinerzeit vielmehr eine volle Personalhoheit bei der Nachmittagsbetreuung beansprucht, so Wedemeier. Von diesem Willen sei der Schulvorstand nun abgewichen.

Aus Sicht des Samtgemeindebürgermeisters hätte dieser „vollständige Sinneswandel“ schon vor Monaten deutlich kommuniziert werden können. Schulleitung und Schulvorstand „hätten den Weg der vollständigen Konfrontation mit Eltern, Politik und Verwaltung nicht beschreiten müssen“. Dass die Schulleitung stattdessen wiederholt bessere Kommunaktion und Zusammenarbeit anmahne, „erscheint absurd“, so Wedemeier.

Im September wird nun auf Vorschlag aus dem Samtgemeinderat ein erster Runder Tisch stattfinden, um die weitere Zusammenarbeit zwischen Schulträger und Schulvorstand an der Wilhelm-Bock-Grundschule positiv zu gestalten.

Von Vera Skamira

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