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Wunstorf Zelt ist beim Montags-Konzert voll
Umland Wunstorf Zelt ist beim Montags-Konzert voll
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17:47 09.07.2018
Im Hagenburger Festzelt wird beim Frühstück am Montag gefeiert. Quelle: Vera Skamira
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Hagenburg

Ein volles Haus, beziehungsweise Zelt, packende Blasmusik – klassisch und populär – und beste Feierlaune haben den Montag des 170. Hagenburger Schützenfestes geprägt. Frühstück und anschließendes Festkonzert mit Ehemaligen und Mitgliedern des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr (Hilden) waren mit 1400 Gästen ausverkauft.

Mit Märschen stimmte das 80 Musiker zählende Orchester unter der Leitung von Peter Kucha die Gäste auf die kommenden Stunden ein. Am Anfang stand eine Erinnerung. Mit dem Lied „Alte Kameraden“ ehrten Musiker und die sich erhobenen Gäste zwei verstorbene Schützenfestfreunde, Orchestermitglied Peter Zinnen und Wilhelm Droste von der Schützengesellschaft.

Zum 39. Mal hat das Zentralorchester Hagenburg seine Plätze im Schützenfestzelt eingenommen. Nächstes Jahr ist also ein runder Geburtstag fällig. In gutem Fahrwasser angesichts eines viel beklagten Vereinssterbens in Deutschland sieht Oberst Carsten Vehling die Schützengesellschaft. Diese zähle seit zehn Jahren 700 Mitglieder und weise eine stabile Altersstruktur auf. Dass man in Hagenburg nicht nur beim Schützenfest gut aufgehoben sei, machte Bürgermeister Dieter Eidtmann klar und wies auf das riesige Interesse am neuen Baugebiet hin. Eidtmann: „Hagenburg ist so schön, da kann man 365 Tage im Jahr gut leben.“

Am dritten Schützenfesttag drehen die Hagenburger am Montag noch mal richtig auf.

Eine Anspielung auf die Fußballweltmeisterschaft konnte sich Samtgemeindebürgermeister Jörn Wedemeier nicht verkneifen. Sei Deutschland auch ausgeschieden, hier, „beim größten Volksfest im Schaumburger Land“, dürfe jeder feiern bis zur letzten Minute. An die Schließung des Schachtes im benachbarten Bokeloh ließ er mit der ersten Strophe des Bergmanns-Liedes denken: „Glück auf, der Steiger kommt.“

Dann aber gehörte das Feld der klassischen Musik. Mit der Ouvertüre zur Operette „Die schöne Galathe“ von Franz von Suppé eröffnete das Orchester das Festkonzert. Der Walzer „Wiener Bürger“ folgte und anschließend „etwas Hochwertiges Marschmäßiges“, wie Moderator Edi Klein ankündigte. Nach dem Coronation-Marsch teilte Klein dann launig mit: „Der Kultusminister ist weg“; Grant Henrik Tonne hatte sich verabschiedet. Nicht aus diesem Grund stand nun nach einer Pause die leichte Muse an. Die zweite launige Konzerthälfte dirigierte Roman Reckling. Und Vanessa Hanke begeisterte mit Sologesang, zuerst mit „Gabriellas Song“.

Die ersten Schützenfest-Partytage- und nächte der fünften Hagenburger Jahreszeit waren da bei Traumwetter bereits gefeiert, und auch das traditionelle Antreten auf dem Sportplatz beim Schützenfest gehörte der Vergangenheit an.

Nur kleine Widrigkeiten musste Schützenhauptmann Frank Lindemann dabei vom Pferd aus vor rund 300 Zuschauern bestrafen. Da hatte doch die Mannschaft des Schierstraßen-Trecker-Anhängers glatt vergessen, sein Haus mit Birkengrün zu beliefern? Absicht? Der Schützenhauptmann beließ es bei einer Runde um das Bataillon und Schütze Alex Gödeke, der bei der Königsproklamation sein Holzgewehr nicht richtig gehandhabt hatte, bekam vor den Kniebeugen mit auf den Weg, dass ein Gewehr zum Schützenfest mit dem Schützen eine Symbiose bilden müsse.

Ansonsten zeigten sich die Offiziere zu Pferde gut gelaunt. „Traumwetter“, stellte der Schützenmajor Joachim Schaer fest und beförderte anschließend fleißig. Wie immer ritt Schützenoberst Vehling zum Schluss vor das Bataillon, aber auch nur, um die Schützen und Musikzüge zur Eile anzutreiben, wieder das Zelt zum Weiterfeiern aufzusuchen.

Als schweißtreibende Angelegenheit mit wohl mehr als zehn Kilometer Fußmarsch hatte sich der Zapfentreicherrundmarsch zum Schützenfestauftakt erwiesen. Trotz elf Ständchen und Ehrungen führte Schützen-Oberleutnant Sven Beier die Truppe samt dem Musikzug der Feuerwehr Wietersheim-Leteln und dem Spielmannszug fast nach Zeitplan wieder ins Zelt zum feierlichen Zapfenstreich mit Musikern des Zentralorchesters unter der Stabführung von Roman Reckling, bevor nach der Königsproklamation die erst Partynacht mit „Royal flash“ begann. Mehr als 2000 Besucher feierten nach Angaben von Vehling im Zelt und auf dem Festplatz.

Von Vera Skamira und Jan Peter Wiborg

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