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Wunstorf Buch fasst Grabungsergebnisse zusammen
Umland Wunstorf Buch fasst Grabungsergebnisse zusammen
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00:16 13.12.2018
Der Heimatverein Wunstorf gibt ein neues Buch heraus. Quelle: privat
Wunstorf

Der Heimatverein Wunstorf hat ein neues Buch herausgegeben, das er „Neues zur Geschichte von Stadt und Stift Wunstorf“ nennt. Es kommt Mitte dieser Woche in den Buchhandel und wird für 14 Euro auch in der Info des Heimatvereins im Rathauskeller zu bekommen sein. Auf 130 Seiten geht es vor allem um Erkenntnisse von archäologischen Grabungen, ausgewerteten Urkunden und den Vergleich von Wunstorfer Kirchen mit denen in anderen Städten.

Zusammengestellt hat die insgesamt 17 Beiträge der zweite Vorsitzende des Heimatvereins, Manfred Rasche, der einige davon auch selbst verfasst hat. In seinem Vorwort schildert er, dass der frühere städtische Baudirektor Hartwig Kremeike den Anstoß zu dem Buch gegeben hat. Dieser war an archäologischen Untersuchungen im Stadtgebiet beteiligt. Die Ergebnisse werden in dem neuen Band erstmals veröffentlicht. „Nach dieser Initialzündung setzte bei mir das Bestreben ein, möglichst alle verfügbaren Arbeiten über die Archäologie Wunstorfs in einem Heft zusammen zu fassen“, schreibt Rasche. Somit sind einige Aufsätze schon an anderer Stelle veröffentlicht worden, andere bisher aber noch gar nicht.

In den Beiträgen werden unter anderem Grabungen an der Abtei, bei den Bauarbeiten an der Langen Straße und zur mittelaltlerlichen Wüstung Hemmendorf sowie die Notbergung im ehemaligen mandelslohschen Adelshof beschrieben. Aus Steinhude werden der Einbaumfund und Untersuchungen zur Kranenburg dargestellt.

Rasche weist darauf hin, das Wunstorf eine interessante Geschichte hat. „Seit der Steinzeit gibt es viele Hinweise auf die Anwesenheit von Menschen im Wunstorfer Raum.“ Die Siedlung Wunstorf müsse älter sein, als die erste urkundliche Erwähnung des Stiftes im Jahr 871 belegt. Danach gibt es in der Überlieferung der Urkunden eine größere Lücke bis zum Ende des 12. Jahrhunderts. Nach seiner Auswertung der archäologischen Untersuchungen kommt Rasche zu dem Ergebnis: „Nach meiner Auffassung muss die frühe Geschichte der Stadt aufgrund der Grabungsergebnisse neu geschrieben werden.“ Insbesondere gebe es jetzt Belege, dass die Entwicklung städtischer Strukturen schon rund 200 Jahre vor der sogenannten Stadtrechtsübertragung von 1261 begonnen habe.

Stadtspiegel ist erschienen

Auch eine neue Ausgabe des Wunstorfer Stadtspiegels ist erschienen. In der 85. Ausgabe des Mitteilungsblatts, das der Heimatverein gegen eine Schutzgebühr von 2,50 Euro vertreibt, veröffentlicht er einen Beitrag von Dirk Neuber über Karl Jäger. Dieser Wunstorfer war während des Ersten Weltkriegs als Maschinistenmaat auf dem deutschen Schlachtkreuzer SMS Goeben auf dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer eingesetzt und wurde auch vom Osmanischen Reich ausgezeichnet. In weiteren Beiträgen geht es zum Beispiel um das Wunstorfer Damenstift,das legendäre Hähnchen-Eck an der Langen Straße und den Einsatz von Hunden im Ersten Weltkrieg.

Auch Stadtarchiv hat Wunstorf-Bücher

Auch das Stadtarchiv hat noch einige Wunstorf-Bücher als mögliche Weihnachtsgeschenke im Angebot. Dazu zählen zum Beispiel das Wunstorf-Buch von Armin Mandel, Achim Gerckes Betrachtung der Altstadt, die Werke von Heiner Wittrock über die Juden und den Fliegerhorst (Teil 2), Klaus Fesches Geschichte Wunstorfs und das Buch von Jan Peter Wiborg über Mesmerode.

Auch über Großenheidorn, Steinhude und Kolenfeld können Bücher gekauft werden, ebenso wie mittelalterliche Urkunden. Das Stadtarchiv im Keller des Rathauses ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr, donnerstags auch von 14.30 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Informationen erhalten Interessierte unter Telefon (0 50 31) 10 13 26.

Von Sven Sokoll

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