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Wunstorf 53 Bushaltestellen sind umgebaut
Umland Wunstorf 53 Bushaltestellen sind umgebaut
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00:17 14.12.2018
Beim Ausbau der Klein Heidorner Straße sind auch die Bushaltestellen barrierefrei umgebaut worden. Quelle: Sven Sokoll
Wunstorf

Höheres Niveau, mehr Bewegungsfreiheit auch für Rollstuhlfahrer und tastbare Bodenrillen für Blinde: Damit zeichnen sich barrierefreie Bushaltestellen aus, in die an 37 Standorten im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren bereits insgesamt 53 Seiten umgebaut worden sind. Weil das bisher aber immer noch die Minderheit ist, freut die Stadt sich darüber, dass die Region ihren Etat dafür ausgebaut hat.

Den Löwenanteil von 75 Prozent übernimmt allerdings das Land. Von dem Rest trägt die Region seit 2011 die Hälfte, allerdings höchstens 35.000 Euro pro Kommune und Jahr. Diese Grenze soll nun auf 50.000 Euro aufgestockt werden. Die Umbaukosten variieren und hängen unter anderem davon ab, ob noch zusätzlicher Grund dazu gekauft werden muss, damit der Platz ausreicht.

„In der Regel versuchen wir, Synergieeffekte auszunutzen, wenn ohnehin Gehwege erneuert werden müssen“, sagt Stadtsprecher Alexander Stockum. So waren zuletzt die Haltestellen an der Nienburger Straße in Luthe und an der Klein Heidorner Straße in Wunstorf an der Reihe.

Als nächstes sollen auch in Mesmerode und Idensen Barrieren an den ersten Haltestellen fallen, und zwar jeweils in beiden Fahrtrichtungen. In Idensen soll der Stopp Friedhof den Anfang machen, der zentral liegt und die höchsten Benutzerzahlen hat. Bei einer Besichtigung gemeinsam mit der Regiobus und der Region waren auch die Haltestellen Auf dem Pfade und Unter den Linden als Alternativen begutachtet worden.

In Mesmerode ist die Verlegung der Haltestelle Schirmbrake davon ausgelöst worden, dass ein Wartehäuschen abgebaut werden muss. Es steht auf der Zufahrt eines Grundstückes, das den Eigentümer gewechselt hat. Nun soll der Stopp rund 270 Meter an die Mehrzweckhalle verlegt und dann barrierefrei gestaltet werden. „Wahrscheinlich wird sich der Name dann auch ändern“, kündigt Stockum an.

Für die beiden Bauprojekte muss bis Mai 2019 erst der Förderantrag gestellt werden, im Jahr darauf könnte dann gebaut werden. „Leider wartet man beim Land meist länger auf die Bewilligungen“, erläutert Stockum das. Wenn die beiden Haltestellen in Mesmerode und Idensen erledigt sind, ist Blumenau der letzte Ortsteil, der nicht mindestens eine solche Haltestelle als Angebot hat. Dann dürfte dort einer der Stopps an der Reihe sein.

Dass die höhere Förderung von der Region jetzt die Zahl der umgebauten Haltestellen deutlich ansteigen lässt, sieht die Bauverwaltung eher skeptisch. Sie sehen es eher als zusätzliche Sicherheit, wenn bei aufwendigeren Umbauten höhere Kosten anfallen. Bislang wurden regionsweit etwa 70 Umbauten im Jahr gefördert.

Von Sven Sokoll

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