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Wunstorf Tennet lässt Baugrund untersuchen
Umland Wunstorf Tennet lässt Baugrund untersuchen
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12:46 08.08.2018
Solche Erdkabel sollen durch ganz Deutschland verlegt werden. Quelle: Symbolbild
Wunstorf

Auch wenn noch offen ist, wo künftig die Hochspannungs-Gleichstrom-Leitung Suedlink verlaufen wird, werden auch in Wunstorf in den nächsten Wochen Voruntersuchungen des Baugrundes vorgenommen. Für die Vielzahl der möglichen Korridore sollen dafür die baulichen Voraussetzungen näher geklärt werden. Für das Projekt der Firmen Tennet und TransnetBW läuft derzeit die Bundesfachplanung.

Für die Trassen sind zunächst 1000 Meter große Korridore festgelegt worden, innerhalb derer dann ein 30 Meter Schutzstreifen für die eigentlichen Erdkabel definiert werden soll. Neben der Variante im Osten der Region Hannover zwischen Lehrte und Peine gibt es auch solche im Westen, die durch Neustadt und dann entweder östlich oder westlich von Dedensen und Schloß Ricklingen verlaufen. Bei der letzten Trasse wäre dann auch Luthe an der Leine tangiert.

Besondere Untersuchungen wie zwischen dem 13. August und 5. Oktober in Wunstorf führen die Planer jetzt an 36 Stellen durch, an denen angedachte Querungen besonders anspruchsvoll erscheinen. Unter anderem mit Bohrkernen soll geklärt werden, ob die Erdkabel an den Stellen in einem horizontalen Bohrverfahren unterirdisch vorangetrieben werden können. Das soll nicht nur beispielsweise an Bahntrassen geschehen, sondern auch in Gebieten, die aus Sicht des Naturschutzes besonders empfindlich sind. Der Rest der Stromkabel soll von oben in offenen Gräben gelegt werden.

Über die Voruntersuchungen sind betroffene Grundstückseigentümer und andere Institutionen angeschrieben worden. In der Bauverwaltung der Stadt an der Stiftsstraße können die genauen Unterlagen über die geplanten Schritte eingesehen werden. Die detaillierteren Informationen, die damit nun überall entlang der Trassen erhoben werden, sollen der Bundesnetzagentur dann am Ende der Bundesfachplanung dabei helfen, die beste Varianten auszuwählen.

Von Sven Sokoll

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