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Wunstorf K+S: 160 wechseln in Transfergesellschaft
Umland Wunstorf K+S: 160 wechseln in Transfergesellschaft
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16:53 06.12.2018
Der Abbau im Kaliwerk Sigmundshall endet in wenigen Tagen. Quelle: Sven Sokoll
Bokeloh

Kurz vor dem Ende des Kalibergbaus in Bokeloh ist die Zahl der Mitarbeiter auf 160 gestiegen, die im Lauf des nächsten Jahres in einer Transfergesellschaft für den Wechsel zu anderen Arbeitgebern vorbereitet werden. Das heißt, dass ein entsprechend großer Teil sich nicht an andere Standorte des K+S-Konzerns hat versetzen lassen. Die endgültigen Zahlen sind derzeit noch etwas in Bewegung.

Nach Angaben des Konzerns hatte der Betrieb zum 31. Oktober noch 660 Beschäftigte, darunter 41 Auszubildende. 220 Mitarbeiter werden ab nächstem Jahr noch für den Rückbau des Bergwerks benötigt. 150 Sigmundshaller lassen sich jetzt an andere Standorte auf vergleichbare Posten versetzen oder nehmen andere Arbeitsplatzangebote in der K+S-Gruppe an. 94 werden in unterschiedliche Formen des Ruhestands wechseln, acht Mitarbeiter haben selbst gekündigt.

Die übrigen rund 160 Mitarbeiter werden nun bis zu ein Jahr lang von der PMB Transfer- und Qualifizierungsgesellschaft betreut. „Diese Gesellschaft hat sehr gute Vermittlungsquoten“, sagt Werksleiter Gereon Jochmaring. Er ist insgesamt zuversichtlich, dass auch die bald wieder einen Arbeitsplatz haben, die bei K+S ausscheiden müssen: „Der Arbeitsmarkt ist hier ja sehr gut in Ordnung. Ich habe bei vielen gehört, dass sie schon beim ersten Vorstellungsgespräch einen neuen Job gefunden haben.“ Konzernsprecher Ulrich Göbel resümiert: „Die mit dem Stilllegungsbeschluss verbundene Zusage, für jeden Mitarbeiter einen guten Weg zu finden, konnte eingelöst werden.“

Die letzte Tonne aus dem Kali-Bergwerk Sigmundshall soll am 21. Dezember in einer sogenannten Mettenschicht, einer Bergmannstradition vor den Weihnachtstagen, mit einer internen Feier begangen werden. Bereits am Freitag, 7. Dezember, wird um 18 Uhr eine Prozession am Werk beginnen und mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Kirche St. Konrad zu Parzham abgeschlossen, bei der für die Bergleute gebetet werden soll.

K+S will Netzwerk knüpfen

Mit einem Netzwerk will K+S versuchen, neue Perspektiven für seinen Standort Sigmundshall zu erhalten. Bei einer Auftaktveranstaltung am 16. November haben erstmals Vertreter von Gemeinden, der Region und Akteure aus der Wirtschaft wie die Industrie- und Handelskammer darüber beraten. Sie haben sich verständigt, einen längeren Prozess anzustoßen und bei einem nächsten Treffen im Frühjahr intensiver in die gemeinsame Arbeit in der Sache einzusteigen. „Die Bereitschaft scheint in allen Bereichen da zu sein, hier an einem gemeinsamen Beitrag mitzuwirken“, sagte K+S-Sprecher Ulrich Göbel. Der Konzern selbst prüft, ob der Bokeloh zum Standort innovativer Projekte, etwa zu neuartigen Formen von Nahrung, werden kann.

Von Sven Sokoll

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