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Nachrichten 13. Tibetausstellung gibt Einblicke in vielfältige Kultur
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00:29 01.04.2018
Der tibetanische Künstler Dahpa bemalt einen Budda. Quelle: Christiane Wortmann
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Steinhude

 Die 13. Tibetausstellung in der Kunstscheune ist eröffnet. Am Mittwochabend begrüßten Geshe Gendun Yonten vom Tibetzentrum und Heinz Müller vom Verkehrsverein die ersten Besucher. Das Schwerpunktthema ist in diesem Jahr „Global Ethik“. Dazu haben die Organisatoren wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

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Organisator Gendun Yonten und sein Überraschungsgast Künstler Dahpa eröffnen die 13. Tibetaustellung in Steinhude.

„Wir werden während der Ausstellung viel über das Thema Global Ethik erzählen. Besonders auch Integration und Gesundheit werden ein Bestandteil sein“, kündigt Yonten an. Ethik sei wichtig für alle Menschen, noch wichtiger als Religion. Ethik mache die Menschen positiver, das habe auch die Weltethos-Ausstellung in Steinhude gezeigt, erinnerte Yonten an den Besuch des Dalai Lama 2013. Er wisse, dass in Tibet nicht alles in Ordnung sei. Darum sei die Unterstützung, die seinem Land zuteil werde, so wichtig, bedankt er sich bei den Ausstellungsbesuchern.

Mit den außergewöhnlichen Werken des Malers Dahpa überraschte Yonten die Gäste gleich zu Beginn. Der Künstler fertigt seine Bilder in monatelanger Arbeit aus unzähligen kleinen Acrylpunkten. „Die Vorgehensweiser erinnert an die Sandmandalas und ist eine 1000 Jahre alte tibetanische Kunst“, beschreibt Geshe Yonten die beeindruckende Technik. 

Ein ganz besonderes Spiel haben Matthias Harnitz und Franziska Drescher, beide Lehrer, mit nach Steinhude gebracht. „Sangha-Dö –Weg der Gemeinschaft“ nennen sie ihr Kartenspiel, dass das Miteiander fördern soll. „Unser Spiel ist sehr lebensnah. Die Spieler müssen gut zuhören und spielen gemeinsam und nicht gegeneinader. Entweder gewinnen alle zusammen oder alle verlieren“, beschreibt Harnitz die Regeln.  Er und Franziska Drescher bieten während der Ausstellung Spielzeiten am Freitag, 30. März, an den Sonntagen, 8. und 15. April sowie am Mittwoch, 18. April, an. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Wie immer erwarten die Organisatoren einen großen Besucherstrom. „Ich kenne Geshe Yonten seit 2006. Und immer waren seinen Ausstellungen interessant und nachgefragt“, betont Heinz Müller. Das sehen auch die Besucher so. Uwe Kallies aus Blumenau zum Beispiel war schon im vergangenen Jahr dabei. „Mich interessiert die Lebensweise der Tibeter sehr. Beim letzten Mal gefielen mir vor allem die Märchen“, erzählt er. Schön sei auch die überschaubare Menschenmenge bei den Veranstaltungen, betont er.

Wie üblich wird die Ausstellung von einer Reihe von Vorträgen, Meditationen und Übungen begleitet, die in der Regel um 19 Uhr beginnen. Am Karfreitag spricht Yonten über tibetische Orakel, am Sonnabend, 7. April, über „Meditation und Globale Ethik“ und am Freitag, 20. April, über tibetische Medizin und Ethno Health. Die Ausstellung ist mittwochs bis freitags von 15 bis 19 Uhr geöffnet, an den Wochenenden und am Ostermontag von 13 bis 19 Uhr. Mit einem tibetisch-schamanischer  Abschlussritual klingt die 13. Tibetausstellung am Sonntag, 22. April, aus. 

Von Christiane Wortmann

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