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Nachrichten Baumanager haben exakten Zeitplan für Arbeiten am Fliegerhorst
Umland Wunstorf Nachrichten Baumanager haben exakten Zeitplan für Arbeiten am Fliegerhorst
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11:10 15.12.2010
Von Albert Tugendheim
Oberbauleiter Dieter Mertensotto hofft, dass das Wetter keine Probleme bereitet. Quelle: Tugendheim

Am Dienstag ruhten die Arbeiten in der Erde noch nicht. Aber kälter dürfe es nicht werden, sagt Oberbauleiter Dieter Mertensotto vom Bauunternehmen Papenburg, dann gehe nichts mehr.

Seine Männer verbuddeln Kanalrohre entlang der West/Ost-Landebahn. Sie haben den ersten Bauabschnitt, die Verlängerung der Bahn Richtung Poggenhagen, abgeschlossen. Im zweiten Bauabschnitt wird auch die vorhandene Bahn erneuert und noch ein Stück Richtung Großenheidorn verlängert – 2499 Meter wird sie im Endausbau bis Dezember 2013 lang sein. Das alles passiert, um den Wunstorfer Fliegerhorst für das neuen Transportflugzeug der Bundeswehr tauglich zu machen. Der Airbus A 400 M ist wesentlich größer als die in die Jahre gekommene Transall C 160.

Außer der längeren Landebahn brauchen die neuen Transportmaschinen auch mehr Abstellfläche, wie Norma Emmerling vom Staatlichen Baumanagement erläutert. Die Parkflächen, die auch Abwasser- und Stromsysteme benötigen, werden bis Oktober 2016 in drei Abschnitten gebaut, damit der Flugbetrieb gewährleistet bleibt.

- Ende nächsten Jahres geht es im Hochbau los. Ein neues Feuerwehrgebäude muss her, weil die Fliegerhorstfeuerwehr schon jetzt unter Platzmangel leidet und künftig mehr Gerät vorhalten muss. Das Gebäude soll im Dezember 2013 fertig sein, sagt Holger Mißfelder, der für das Staatliche Baumanagement die Arbeiten plant.

- Eine neue Simulatorhalle wird nötig, Baubeginn März 2012, Fertigstellung etwa Dezember 2013.

- Eine Ausbildungshalle entsteht daneben in der Zeit von Juni 2012 bis Oktober 2014.

- Ein Liegeplatzgebäude für die neuen Maschinen wird im Juli 2012 begonnen und zwei Jahre später fertig.

- Eine große Instandsetzungshalle sowie eine Waschhalle werden laut Plan bis November 2014 ebenfalls noch gebaut.

Die Kostenschätzung für alles liegt bei 313 Millionen Euro, dürfte aber nicht die letzte sein.

Bei der An- und Ablieferung von Material und Boden nutzen die zahlreichen Lastwagen nach wie vor drei verschiedene Routen, um die Belastungen für die Anrainer des Flugplatzes möglichst gering zu halten. Im Tiefbau für die Verlängerung der West/Ost-Landebahn ist reichlich Material verbaut worden.

350.000 Kubikmeter Erde wurden bewegt, 120.000 Quadratmeter einer Frostschutzschicht eingebaut, 40.000 Quadratmeter Asphaltdecke aufgebracht. 25 Kilometer Entwässerungsrohre haben die Arbeiter stellenweise bis zu 15 Meter tief verlegt, 350 Kabelzugschächte installiert, 150 Kilometer Kabelleerrohre und 230 Kilometer Kabel verlegt – das alles im ersten Bauabschnitt. Allerdings wird für Abschnitt zwei nicht ganz so viel benötigt.

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