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Umland Wunstorf Nachrichten Schnelles Internet: Stadt wartet auf Zusagen des Landes
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16:45 11.03.2018
Wunstorfer Randgebiete warten auf den Breitbandausbau. Quelle: Symbolbild (dpa)
Wunstorf

 Anfang März hatten sich die ersten Baggerschaufeln für schnelleres Internet in Neustädter Boden gegraben. Das war der Auftakt zu einem groß angelegten Ausbauprogramm für die Breitbandversorgung in der Region Hannover. Unterversorgte Gebiete sollen bis Ende 2018 den Anschluss ans schnelle Internet erhalten. Wunstorfs Randlagen sind – anders als in Neustadt, die Wedemark oder Wennigsen – nicht dabei. Dazu ist die Versorgung in weiten Teilen zu gut.

Trotzdem bleiben Defizite: Die Stadt hatte zusammen mit der Region drei Bereiche entdeckt, in denen sich die aktuelle 16 Mbit-Kapazität noch steigern ließe. Das sind Niengraben, Düendorf und Lütjen Deile in Steinhude. Telekommunikationsunternehmen wären bereit, dort aufzustocken. Damit der Ausbau für die Unternehmen wirtschaftlich bleibt, fehlt Geld. Rund 45.000 Euro würden die Stadt Wunstorf und die Region aus eigener Kasse aufbringen. Fehlt noch der Rest aus einem speziellen Fördertopf, den das Land verwaltet. Im Juni 2017 hatten sich Stadt und Region um den Zuschuss beim Land beworben. „Die Entscheidung steht noch immer aus“, sagt Wunstorfs Wirtschaftsförderer Uwe Schwamm. Als Grund der Verzögerung vermutet er, dass mehr Projekte beantragt worden sind, als Geld zur Verfügung steht.

Das federführende Landwirtschaftsministerium hat am Donnerstag bestätigt: Die beantragten Vorhaben überstiegen den Fördertopf. „Der Ausbau der leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur hat für das Ministerium oberste Priorität“, schreibt die Pressestelle. Die Landesregierung wolle möglichst viele Projekte unterstützen. Über Anträge zum Stichtag 16. Oktober  – dazu gehören auch die Vorhaben in Wunstorf – habe aber nicht entschieden werden können, weil kein Geld mehr zur Verfügung stand. Der Landtag hat im Februar den Nachtragshaushalt 2018 verabschiedet. Jetzt könne das Ministerium wieder über Anträge entscheiden und Geld zusagen.

Die Stadtverwaltung und die Region sind offenbar gewillt, den Netzausbau  auch dann zu fördern, wenn das Land eine Absage schicken sollte. „Die Versorgung in den den drei Bereichen ist keinesfalls zufriedenstellend“, sagt Schwamm. Sollte das Land die Anträge ablehnen, „werden wir uns nach anderen Fördertöpfen umsehen“, sagt Schwamm. Insgesamt sei Wunstorf gut versorgt. Vor allem in den Gewerbegebieten sei der Anschluss ans schnelle Netz gesichert – ein wichtiger Standortfaktor für datenintensive Firmen. 

Zu 100 Prozent wird Wunstorf auch 2020 nicht mit schnellen Mega- und Gigabit-Leitungen versorgt sein: Der Wilhelmstein, die Kolonie Idensen, der Bereich Zum Pageskampe in Steinhude und Stiefelholz können nicht mehr mit Verbesserungen rechnen, heißt es.

Von Markus Holz

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