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00:27 31.03.2018
Verena Walter-Bockhorn, Leiterin des Fischer -und Webermuseum, zeigt eine typische Wilhelmsteindecke. Die Ausstellung beginnt am Karfreitag. Quelle: Christiane Wortmann
Steinhude

Dietrich Mosts Markenzeichen war eine große Blumenborte in Kombination mit einer gezackten. Oft hat der Steinhuder Handweber auch seine Initialien D.M. in die Decken eingewebt. Einige seiner aufwändig gefertigten Decken können ab Karfreitag, 30. März, im Fischer- und Webermuseum bewundert werden. Aber auch Exponate anderen ortsansässiger Handwebereien hat Leiterin Verena Walter-Bockhorn für die Ausstellung „„Wilhelmsteindecken – Mythos und Realität“ zusammengestellt. 

Geschichtliches zu den Decken gibt es ebenfalls. Dafür hat Walter-Bockhorn sich auf Spurensuche begeben. „Ich habe Informationen und Material von vielen Seiten erhalten. Es ist wie ein Puzzle, das wir zusammensetzen müssen. Einige Rätsel konnten wir bisher noch nicht lösen“, sagt sie.

Das Fischer- und Webermuseum eröffnet am Karfreitag eine neue Ausstellung mit alten Wilhelmsteindecken. Die meisten sind handgefertigte Exemplare und Schenkungen von Steinhuder Familien. 

Um 1900 waren 14 Handweber in Steinhude und Umgebung aktiv. „Die Wilhelmstein-Decken konnten in fast jeder Weberei bestellt werden. Oft handelte es sich um Auftragsarbeiten“, hat Walter-Bockhorn herausgefunden. In Auftrag gegeben wurden die größtenteils aus Leinen gefertigten Decken zu jedem Anlass. Dazu gehörten vor allem Hochzeiten und Verlobungen. Aber auch zu Jubiläen und Geburtstagen waren sie ein schönes Geschenk. „Eine Decke webte Dietrich Most 1894 für seiner Tochter Mariechen. Wir haben sie in der begehbaren Aussteuertruhe ausgestellt“, informiert Walter-Bockhorn.

Die Ausstellung beginnt am Freitag, 30. März, und ist bis zum 15. April zu sehen. Das Fischer- und Webermuseum ist im März und April nur sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet, ab Mai bis Oktober dann täglich außer am Montag. Erwachsene zahlen 4 Euro, Kinder bis 14 Jahre 2 Euro. Informationen gibt es auch auf www.steinhuder-museen.de.

Von Christiane Wortmann

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