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Umland Wunstorf Nachrichten Sigwardskirche: Fresken werden stabilisiert 
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15:01 24.02.2018
Simina Lepsa bessert schadhafte Stellen an der Deckenmalerei aus. Quelle: Sven Sokoll
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Idensen

 Die romanische Wand- und Deckenmalerei in der Sigwardskirche erhält eine Frischekur. Weil der Bedarf sich größer herausgestellt hat als angenommen, fällt sie umfangreicher aus. Offen ist noch, wie sich das genau auf den Zeit- und Kostenrahmen auswirken wird.

Die Kirchengemeinde und der Freundeskreis Sigwardskirche hatten in längeren Bemühungen 140.000 Euro eingeworben, um den wertvollen Schatz zu sichern. Nach einer groben Reinigung im Dezember wurde dann zunächst der Bestand so genau wie noch nie fotografisch erfasst. Damit ist die Grundlage dafür gelegt, in Zukunft genau dokumentieren zu  können, wie der Zustand sich verändert.

„Da wo dringender Handlungsbedarf ist, stabilieren wir den Zustand jetzt“, sagte am Mittwoch die Restauratorin Elodie Rossel, die mit zwei Kolleginnen in der Kirche aktiv ist. Ein sorgsam in die Kirche eingepasstes Gerüst ermöglicht, jede Stelle zu erreichen. Wo Hohlräume unter den Fresken entstanden sind, wird bisweilen mit einer Spritze unterfüttert. „In so einer Kirche arbeitet man nicht alle Tage, ich habe schon eine gewisse Ehrfurcht“, beschreibt Rossel ihre Gefühle bei der Arbeit im Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert, das schon für die Liste des Weltkulturerbes in der Diskussion war. Die Restauratoren dürften auch nur so wenig möglich in die alten Strukturen eingreifen. 

Dass die vorher untersuchten Referenzflächen doch nicht ganz repräsentativ für den Zustand aller Fresken waren, führt jetzt zu Mehrarbeit. „Den Abschluss der Arbeiten wird das aber nicht in Frage stellen“, betonte der Freundeskreis-Vorsitzende Rolf Herrmann. Bei einem Gespräch am Freitag wollen die beteiligten Institutionen klären, wie sie mit den zusätzlichen Kosten umgehen wollen. 

„Wir müssen dann auch sehen, ob wir unseren Zeitplan noch einhalten können“, sagte Jörg Mecke, der den Vorständen des Freundeskreises und der Kirchengemeinde angehört. Denn eigentlich soll ein Vortrag mit dem früheren Vorsitzenden der Linken-Fraktion im Bundestag, Gregor Gysi, am Sonntag, 8. April, in der Sigwardskirche das Ende der Sanierung und zugleich den Auftakt der 888-Jahr-Feier für das Dorf markieren. „Der Vortrag wird aber auf jeden Fall stattfinden. Wir arbeiten an einem Plan B“, berichtete Mecke.

Zum Ende des aktuellen Sanierungsarbeiten werden auch noch Vorbereitungen für den nächsten Schritt getroffen. Denn unterhalb der Malereien muss im Innenraum der Sockelputz auch an vielen Stellen erneuert werden. Dazu werden Experte noch Voruntersuchungen anstellen.

Von Sven Sokoll

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