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Nachrichten Grünabfälle: Anlieferung wird überwacht
Umland Wunstorf Nachrichten Grünabfälle: Anlieferung wird überwacht
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00:19 31.03.2018
Der Leiter des Baubetriebshofs, Wilhelm Cordes (von links), Maik Renneberg von Aha und Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt stellen die neuen Regularien vor. Quelle: Sven Sokoll
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Wunstorf

  Die Schilder stehen schon, nach Ostern sollen die neuen Anlieferbedingungen für Grünabfälle auf dem städtischen Baubetriebshof auch von Aufsichten kontrolliert werden. Die Stadt und der Abfallbetrieb Aha reagieren damit darauf, dass sich im vergangenen Jahr immer häufiger lange Autoschlangen gebildet hatten, vor allem nachdem an der Deponie Kolenfeld sich die Anlieferbedingungen verändert hatten. „Dadurch sind hier auch die Abläufe gestört worden“, sagte der Betriebshofleiter Wilhelm Cordes.

Oftmals hatten die Fahrzeuge große Anhänger im Schlepp, in denen Abfälle von gewerblichen Gartenbetrieben vermutet wurden. „Die Politik wollte den Service für die Bürger hier erhalten, aber wir müssen die Frage stellen, für wen er hier eigentlich eingerichtet wurde“, sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt deshalb. Jetzt darf nur noch ein Kubikmeter pro Tag kostenlos angeliefert werden, und das nicht mehr mit Lastwagen. Anhänger an kleineren Fahrzeugen sind vorerst noch weiter erlaubt, könnten aber auch noch verboten werden, wenn die Probleme weiter anhalten.

Auf dem Baubetriebshof der Stadt Wunstorf am Sahlenkamp werden künftig nur private Grünabfälle in kleiner Menge angenommen. Quelle: Sven Sokoll

Das Aufsichtspersonal wird insbesondere bei Fahrzeugen mit auswärtigen Kennzeichen und gewerblicher Anmututung eine schriftliche Anliefererklärung verlangen, dass der Grünmüll aus der Region Hannover und aus einem Privathaushalt stammt. Dafür wird die Stadt einen größeren Personalaufwand haben, bekommt von Aha aber Unterstützung: nicht nur in Form der Formulare, sondern auch mit Argumentationshilfen, wie verärgerten Bürger die Hintergründe erklärt werden können. Denn Eberhardt rechnet auch damit: „Wir werden sicherlich Beschwerden bekommen.“ 

Aber Maik Renneberg, der bei Aha die Wertstoff- und Abfallentsorgung leitet, sagt euch deutlich: „Es muss bei Verstößen auch Konsequenzen geben. Bei wiederholtem Missbrauch können auch Nutzungsverbote ausgesprochen werden.“ Bisher landen am Sahlenkamp bei gutem Betrieb täglich insgesamt sechs bis acht Containerladungen Grünabfälle, die jeweils 33 Kubikmeter umfassen. Genutzt werden kann das Angebot während der Öffnungszeiten des Baubetriebshofs, montags von donnerstags von 7 bis 16 Uhr, freitags von 7 bis 13 Uhr. 

„Das ist schon ein sehr vorbildliches Angebot“, sagt Renneberg über diese große Zeitspanne bei einem zusätzlichen Service der Kommune. Der Abfallverband tauscht die Container regelmäßig aus und leert sie in Kolenfeld. Renneberg weist aber auch darauf hin, dass Bürger sich an der dortigen Deponie auch kleine Mengen Kompost kostenlos abholen können.

Von Sven Sokoll

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