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Umland Wunstorf Nachrichten Grünmüll: Baubetriebshof will Regeln durchsetzen 
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04:45 02.03.2018
Zu Spitzenzeiten im Herbst haben sich lange Schlangen von Grüngut-Anlieferern auf dem städtischen Baubetriebshof gebildet. Quelle: Stadt Wunstorf
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Wunstorf/Kolenfeld

 Chaotische Zustände hat es auf dem städtischen Baubetriebshof am Sahlenkamp häufig gegeben, seitdem Aha die Anliefersituation auf der Deponie Kolenfeld geändert hat. Deshalb hat der Verwaltungsausschuss sich am Montag mit Vertretern von Aha getroffen. Ein Ergebnis ist, dass die Stadt die Regeln für die eigene Grüngutannahme jetzt wieder stärker durchsetzen will. „Immer mehr Autos sind dorthin auch mit großen Anhängern gekommen“, sagte Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt.

Deshalb musste im vergangenen Jahr die Zufahrt an acht Tagen ganz geschlossen werden. Zeitweise konnten die Container auch nicht mehr ausgewechselt werden, weil die Zufahrten blockiert waren. Die Schlange staute sich in Spitzenzeiten bis in den Kreisel in der Kolenfelder Straße zurück.

Eigentlich sei die Möglichkeit auf dem Baubetriebshof für Privatleute gedacht gewesen, die zwei bis drei Säcke loswerden wollen.  „Jetzt kommen manchmal sogar Ein-Mann-Unternehmer, die die kostenlose Möglichkeit ausnutzen“, sagt Eberhardt verärgert. In einem ersten Schritt will die Stadt deshalb jetzt wieder durchsetzen, dass nicht mehr als ein Kubikmeter und kein Grünmüll von gewerblichen Anlieferern abgegeben wird.

Und wenn das nicht reicht, soll die Zufahrt mit Anhänger in einem zweiten Schritt ganz unterbunden werden. „Das wird leider für Ärger sorgen, den die Bürger dann an unseren Mitarbeitern auslassen. Aber ein ordentlicher Ablauf muss gewährleistet sein“, sagte der Bürgermeister. Als Alternative zum Baubetriebshof gibt es neben der Deponie auch noch Annahmestellen in Bokeloh, Großenheidorn und Luthe.

Mit der Umgestaltung von Aha an der Deponie ist die Stadt weiterhin nicht glücklich, auch wenn es leichtere Nachbesserungen gab. Im Moment ist die Lage wetterbedingt ruhig, doch Aha-Sprecherin Anke Voigt sagte gestern: „Im Zuge der Kundenfreundlichkeit prüft Aha Verbesserungsmöglichkeiten im Betriebsablauf kontinuierlich, so dass auch wir den Anlieferverkehr weiter beobachten werden.“

Der Entsorger will aber zumindest darüber nachdenken, ob er im Zuge der geplanten Deponie-Erweiterung in den nächsten Jahren auch den Bereich überarbeitet. Denkbar ist, dass Hänger mit Grünmüll wieder leichter ausgekippt werden können. Allerdings wird das Verfahren für die Erweiterung mindestens drei Jahre dauern, so dass dadurch keine kurzfristige Besserung zu erwarten ist.

Von Sven Sokoll

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