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00:15 09.12.2017
Mehr als 20 Jahre hat sich Holger Battermann im Vorstand des Stadtjugendrings engagiert. Nun gibt der Vorsitzende sein Amt ab. Quelle: Christiane Lange-Schönhoff
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Wunstorf

 Beim Stadtjugendring stehen Veränderungen an. Nach mehr als 20 Jahren im Vorstand hat Holger Battermann bei der Mitgliederversammlung den Vorsitz abgegeben. Nicht, weil er keine Lust mehr habe, sich um die Belange der Jugendlichen zu kümmern, sondern weil es Zeit werde für neue Ideen und neue junge Mitstreiter, begründet er seinen Rückzug. Wie es mit seinem Nachfolger aussieht, ist noch ungewiss. Im Moment führt der zweite Vorsitzende Stephan Kuckuck die Geschäfte, was rechtlich unproblematisch ist. Das Ziel ist aber, im Lauf des nächsten Jahres einen neuen ersten Vorsitzenden zu finden. „Bei einer außerordentliche Vorstandssitzung am Montag waren einige interessierte Menschen da, die sich eine Arbeit im Vorstand vorstellen können“, sagt der langjährige Vorsitzende optimistisch.

Zu den Aufgaben des künftigen Vorsitzenden gehört unter anderem auch die Verwaltung und Verteilung von städtischem Geld. „Wir geben Zuschüsse an Vereine und Gruppen, die vorher einen Antrag gestellt haben. Wenn sich der Stadtjugendring wegen eines fehlenden Vorsitzenden auflösen müsste, würden diese Gelder für die Vereine ja auch nicht mehr zur Verfügung stehen“, gibt Battermann zu bedenken. Damit schon bald ein Nachfolger gewählt werden kann, soll es darum im Januar oder Februar eine weitere Versammlung geben. In der Zwischenzeit will der Vorstand weiter für das Amt werben. Leider sei auch der Posten des Kassenwartes unbesetzt geblieben, bedauerte Battermann. Ralf Kitz trat nicht mehr zur Wiederwahl an. Außerdem verabschiedet wurde Jonas Tumbrink. Sein Amt als Beisitzer übernahm Fabian Freytag vom 1. FC Wunstorf. Bestätigt wurden die Beisitzer Volker Böhm, Philip Köhler und Nadine Heuer.

Holger Battermann vom Stadtjugendring Wunstorf gibt nach 20 Jahren Vorstandsarbeit den Vorsitz ab. 

Die Vorstandsarbeit habe ihm immer Spaß gemacht und etwa fünf bis sechs Stunden pro Woche beschäftigt. Die Arbeit verteile sich ja auf mehrere Schultern, sagte er. „Wichtige E-Mails habe ich meistens schon vor meiner Arbeit erledigt“, verrät er. Organisieren, planen, leiten und delegieren, aber auch motivieren: Das Schöne an seiner ehrenamtlichen Tätigkeit sei, dass er in dieser Zeit eine Menge gelernt habe, betonte Holger Battermann.  Hilfreich zur Seite standen ihm in der ganzen Zeit Mitarbeiter der Stadt. „Wir arbeiten eng mit der Jugendpflege zusammen“, betont er.  

 In der Kinder- und Jugendarbeit engagiert  sich Holger Battermann eigentlich schon immer. Vereinsarbeit macht der Wunstorfer schon seit seinem 14. Lebensjahr. Schon als Kind ist er im Tanzkreis Wunstorf aktiv. Bis heute kümmert er sich dort um die Jugendarbeit. „Zum Stadtjugendring bin ich durch Jana Brüning gekommen.Sie hat mich damals einfach mitgenommen. Danach war ich dann Kassenwart. 1998 wurde ich stellvertretender Vorsitzender“, erinnert er sich.  1996 war Battermann Ideengeber für den ersten Kinder- und Jugendtag. „Wir haben damals mit nur wenigen Vereinen angefangen. Mittlerweile ist die Veranstaltung zu einer festen Institution mit mehr als 40 Vereinen und wechselndem Motto geworden. Wir waren schon auf dem Fliegerhorst, im Scheunenviertel und auf dem Jahn-Sportplatz. Auch eine Veranstaltung im Bürgerpark kann ich mir vorstellen“, schlägt er vor.  

Für sein ehrenamtliches Engagment ausgezeichnet wurde Holger Battermann schon mehrfach. Am Tag der Ehrenamtlichen 1999 würdigte der Niedersächsische Ministerpräsident seine langjährige Tätigkeit in Jugendverbänden auf Landes- und Bundesebene. Im Dezember 2002 erhielt Battermann dann im Alter von nur 33 Jahren den städtischen Ortspreis. „Bis dahin war ich der jüngste Preisträger. Und bin es wahrscheinlich immer noch“, sagte er schmunzelnd. Die Auszeichnungen seien für ihn immer Ansporn gewesen, die Vorstandsarbeit beim Stadtjugendring so lange fortzuführen, verrät er.

Die Laudatio hielt damals Ortsratsmitglied Dieter Brüning, der dem engagierten Wunstorfer viel Tatkraft und Engagement bescheinigte. „Holger Battermann ist es durch sein persönliches Engagement gelungen, der Vereinsjugendarbeit in der Stadt die notwendige Lobby und Anerkennung zu verschaffen“, lobte er.

Von Christiane Lange-Schönhoff

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