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00:04 22.02.2018
Die Verordnung für das Naturschutzgebiet Meerbruchwiesen ist angepasst worden. Quelle: Rocktäschel
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Steinhude

 Die Regionsversammlung soll für das Naturschutzgebiet Meerbruchswiesen westlich des Steinhuder Meeres das überarbeitete Regelwerk jetzt endgültig beschließen. Dabei ist jetzt ausdrücklicher als beim Gebiet Totes Moor formuliert worden, dass die enthaltene Flugverbotsregelungen den Flugverkehr am Fliegerhorst Wunstorf nicht beeinträchtigen sollen. 

Die Region überarbeitet alle Naturschutzgebiete am Steinhuder Meer, um Forderungen der EU nachzukommen, das so genannte Natura-2000-Netzwerk zu sichern. Zu ihm gehören auch das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und das Vogelschutzgebiet am Steinhuder Meer. Im Ostenmeer wurde bereits das Naturschutzgebiet Totes Moor mit neuen Grenzen und großen Diskussionen darüber neu gefasst. 

Das Areal ist gut 1000 Hektar groß und umfasst keine Wasserflächen, woran sich durch die Verordnung nichts geändert hat. Auch die Einteilung der unterschiedlichen Zonen bleibt gleich. Das enthaltene Flugverbot unter einer Höhe von 600 Meter wird jetzt direkt im Verordnungstext so gefasst, dass Befreiungen für den Flugbetrieb am Fliegerhorst Wunstorf beinhaltet sind. Diese Regelung sei auch mit dem Bundesumweltministerium und dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr abgestimmt worden. 

Die Regionsverwaltung macht deutlich, dass sie mit der Formulierung den Bedenken der Stadt Wunstorf entgegengekommen sei: „Das vorgesehene Überflugverbot führt zu massiven Einschränkungen des Flugbetriebes“, hatte diese in ihren Einwänden befürchtet. Die Stadt Neustadt hat sich noch dafür eingesetzt, die Grenze für Heißluftballone auf 200 Meter zu senken, doch das lehnt die Regionsverwaltung ab, weil auch die Ballone die Tiere erheblich störten. Ingesamt wird auch betont, dass über dem ausgewiesenen Vogelschutzgebiet schon die Mindestflughöhe von 600 Metern einzuhalten ist. Mit der neuen Verordnung werde das jetzt auch nach Naturschutzrecht festgestzt.

Da außerdem auch eindeutiger geregelt wird, dass auch störender Lärm im Naturschutzgebiet nicht erwünschrt ist, weist die Polizei Neustadt darauf hin, dass zum berüchtigten Vatertag vielleicht notfalls Wege gesperrt werden müssten, um den nachzukommen – das Personal der Ordnungskräfte reiche dann nicht aus. Die Region entgegnet, dass eine Sperrung wohl unverhältnismäßig sei. Sie habe im vergangenen Jahr aber schon zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt und setzt weiterhin auf die Unterstützung der Polizei. 

Die Änderung der Naturschutzgebietsverordnung soll am 20. Februar im Regionsausschuss für Umwelt und Klimaschutz beraten und am 6. März von der Regionsversammlung beschlossen werden. Klar ist schon, dass als nächstes auch die Gebiete Hagenburger Moor und Meerbruch überarbeitet werden.

Von Sven Sokoll

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