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12:19 26.02.2018
Die fünf Kiefern auf der Ecke Parkstraße/Rotkehlchenweg sollen zunächst bleiben. Mit den Anwohnern soll aber das Gespräch gesucht werden. Quelle: Sven Sokoll
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Luthe

 Mit Bäumen im Ort hat der Ortsrat Luthe sich bei seiner Sitzung am Donnerstag ausführlich beschäftigt. Bei einem Ortstermin wurde über Bäume befunden, über die sich Anlieger wegen der Verschattung oder wegen des Laubs beschwert hatten. Außerdem ging es um die Zukunft der Baumschutzsatzung, einem Kataster, mit dem ortsbildprägende Bäume geschützt werden sollen.

Bei der Rundtour wurde versbredet, die 15 hohen Bäume am Spielplatz zwischen Akazienstraße und Schlehenstraße zu entfernen und durch niedrigere Bäume zu ersetzen. Ein Ahorn an der Rotdornstraße soll nur etwas ausgelichtet werden. Den Bewuchs auf dem Lärmschutwall am Osterblenze wollten die Politiker vorerst erhalten, wenn auch mittelfristig der ganze Bereich überplant werden soll.

Der Ortsrat Luthe sieht sich Bäume an, über die Anwohner sich beschwert haben.

An der Ecke Parkstraße/Rotkehlchenweg stehen auf städtischem Grund fünf riesige Kiefern, die aber noch gesund sind. Hier sprachen die Politiker sich dafür aus, mit den Anliegern das Gespräch zu suchen. Bei einer Reihe von acht Ahornen am Sperberhorst war man bereit, einzelne Bäume zu entfernen, wenn die Anlieger sich auf einen Plan dafür einigen.

Auch in der Sitzung ging es dann weiter um Bäume: Entfernt werden müssen welche auf dem Grundschulhof, weil sie Leitungen beschädigt haben. Dafür konnte Thomas Pietzsch von der Stadtverwaltung berichten, dass in der nächsten Woche besprochen werden soll, wo die 20 Eichen gepflanzt werden, die den Eingriff in den Luther Forst durch die Bahnbaustelle ausgleichen sollen.

Ausführlich wurde über die Baumerhaltungssatzung diskutiert, zu der nach zehn Jahren eine Bilanz gezogen werden sollte. Dazu haben Ortsbürgermeister Rolf Hoch (SPD) und der frühere CDU-Politiker Heinz Schmidt Anfang Februar die 230 Bäume im Ort kontrolliert, die seinerzeit unter Schutz gestellt worden waren. Davon waren 21 in der Zwischenzeit gefällt worden. Die Verwaltung soll nun überprüfen, ob dafür die Genehmigungen erteilt wurden, die nach der Satzung notwendig sind. Hoch legt außerdem eine Vorschlagsliste mit zehn Bäumen vor, die neu aufgenommen werden könnten. In der Anfrage von SPD und Grünen wird außerdem vorgeschlagen, Ersatzpflanzungen finanziell zu unterstützen. Bisher ist der jährliche Etat von 6000 Euro für Unterstützung bei den Baumpflegearbeiten gedacht. 

Die CDU kritisiert an der Satzung weiterhin, dass sie aus ihrer Sicht einen zu großen Eingriff in die Rechte der Eigentümer bedeute. Pietzsch kündigte an, dass die Satzung zumindest überarbeitet werden muss, weil Ersatzpflanzungen nur unzureichend gefördert werden können. Außerdem soll eingefügt werden, dass der Ortsrat die Liste der geschützten  Bäume künftig in eigener Verantwortung anpassen kann, ohne dass der Verwaltungsausschuss beteiligt werden muss.

Fitnessgeräte am Veilchenweg?

Der Veilchenweg soll in diesem Jahr ausgebaut werden – die Verwaltung hat dem Ortsrat erste Entwürfe vorgestellt, bevor es im März eine Anliegerversammlung gibt. Auch wenn die Straße recht breit ist und Platz für Bürgersteige hätte, wollen die Planer darauf verzichten und wie bei den Parallelstraßen eine verkehrsberuhigte Straße ausweisen. Sonst sehen sie die Gefahr, dass eine einzelne Tempo-30-Straße übermäßig Verkehr anzieht. Aus dem Ortsrat gab es aber den Wunsch, auch eine Variante mit Bürgersteigen vorzubereiten. 

 Für den Platz auf halber Strecke hat die Verwaltung bereits mehrere Alternativen vorbereitet: Einmal sind überwiegend Parkplätze vorgesehen, einmal ein Platz mit mehr Aufenthaltsqualität, sogar mit Fitnessgeräten, und einmal eine Mischung aus beidem. Allerdings mahnte der Ortsrat, die Kosten zu begrenzen, weil die Anlieger 75 Prozent der 450.000 Euro für den Straßenausbau zahlen müssen. Dazu kommt noch die Erneuerung der Kanalisation.

Für die künftigen Straßennamen im wachsenden Gewerbegebiet haben SPD und Grüne zunächst vorgeschlagen, Hansestädte dort zu würdigen. Sie gingen dann aber doch auf den Vorschlag der CDU ein, dort zunächst alte Flurbezeichnungen aus dem Bereich in Erinnerung zu halten.

Von Sven Sokoll

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