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Politiker erinnern an Wunstorfer Juden

Wunstorf Politiker erinnern an Wunstorfer Juden

Bereits zum 13 . Mal versammelten sich am Montag etliche  Politiker und Vertreter des öffentlichen Lebens am  Mahnmal für die Wunstorfer Juden. Schüler des Hölty-Gymnasium verlasen die Namen der Opfer.

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Am jüdischen Mahnmal vor der Abtei legen Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt und seine Vertreterin Birgit Mares einen Kranz nieder.
 

Quelle: Christiane Lange-Schönhoff

Wunstorf.   Es ist eine Veranstaltung, die sich jedes Jahr wiederholt und an ein dunkles Kapitel der Stadt erinnern soll: Zum 13. Mal versammelten sich am Montagnachmittag Politiker und Vertreter des öffentlichen Lebens an dem von Ostap Rebmann gesalteten Mahnmal für die Wunstorfer Juden an der Abtei.  Neben Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt (CDU) waren die Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner (CDU) und Wiebke Osigus (SPD), die stellvertetende Regionspräsidentin Michaela Michalowitz (CDU) und weitere Gäste zur Kranzniederlegung gekommen. Schüler des 11. Jahrgang vom Hölty-Gymnasium  lasen im Anschluss die Namen der deportierten Wunstorfer vor.

 Am 15. Dezember 1941 sind in Wunstorf Juden erstmals in Todeslager geschickt worden.  Weitere folgten. Insgesamt wurden in der Region 1001 Juden deportiert. Nur 69 überlebten den Holocaust, darunter niemand aus Wunstorf. Bürgermeister Eberhardt betonte,  dass das Niederlegen der Kränze ein Zeichen der Solidarität sei. Es sei wichtig, dass die Schicksale der Juden nicht in Vergessenheit geraten.  

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Zum 13. Mal versammelten sich Vertreter des öffentlichen Lebens am Mahnmal für die Wunstorfer Juden.

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Das Stadtoberhaupt machte auch auf den wieder aufkommenden Antisemitismus aufmerksam. Er kritisierte das Verbrennen von Flaggen und den damit verbundenen Judenhass. „Ich appeliere an die Politiker im Bundestag und in den Landtagen, dass sie geschlossen diesem Verhalten entgegentreten“, so der Bürgermeister. Außerdem wies er auf die jüdischen Friedhöfe in Wunstorf hin. Sie seien unter anderem ein Bestandteil bei speziellen Stadtführungen, die den Teilnehmern Wissen über die jüdische Gemeinde vermittelten, sagte er.

Von Leon Denecke und Christiane Lange-Schönhoff

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