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14:17 21.05.2018
Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in Wunstorf steigt. Anbauten sollen im nächsten Jahr die Situation entspannen. Quelle: Rita Nandy
Wunstorf

Immer mehr Eltern suchen einen Betreuungsplatz für ihre Kinder. Die Stadtverwaltung reagiert auf die gestiegene Nachfrage: Die Kita St. Gertrud und die DRK-Einrichtung in Kolenfeld sollen erweitert werden. „Die Anbauten sollen zu Beginn des nächsten Kitajahres im August 2019 fertig sein“, sagt Pressesprecher Alexander Stockum auf Nachfrage. Für den Hortbereich hatte der Erste Stadtrat Carsten Piellusch in der Sitzung des Sozialausschusses außerdem eine weitere Hortgruppe für die DRK-Kita Eleonore von Unger angekündigt. Die Schulkinder sollen in Räumen des Bürgertreffs betreut werden, ergänzt Stockum.

Ob die Plätze für dieses Jahr ausreichen, wird sich in den nächsten Monaten herausstellen. Ein Unsicherheitsfaktor entsteht zusätzlich durch eine Gesetzesänderung im Niedersächsischen Schulgesetz, die am 1. August in Kraft tritt: Diese sieht vor, dass Eltern, deren Kinder zwischen dem 1. Juli und dem 30. September ihren sechsten Geburtstag feiern, ihr Kind ein Jahr später einschulen dürfen. In einer Vorabfrage der Stadt hatten von 100 Eltern 40 angegeben, dass sie von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen. Der endgültige Entschluss könnte sich jedoch noch nach den Schuleingangsuntersuchungen ändern. Diese enden am Freitag, 18. Mai. „Es kann sein, dass Eltern sich das noch anders überlegen“, sagt Stockum. Sie hätten nun noch 14 Tage Bedenkzeit.

Aufgrund der Rechtsänderung und der starken Nachfrage werde es voraussichtlich zu nicht unerheblichen Nachfrageüberhängen kommen, schätzt Piellusch. Er hätte sich vom Gesetzgeber eine Übergangsfrist von zwei Jahren gewünscht. Und auch Doppelanmeldungen trügen dazu bei, dass noch keine aussagekräftigen Zahlen vorliegen, erläutert der Stadtsprecher.

955 Eltern hatten ihr Kind in Krippe (287), Kindergarten (523) oder Hort (145) angemeldet. Bei den Krippenkindern stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 50 Anmeldungen. Bei den Kindergartenplätzen ist eine neue Rekordmarke erreicht. Mit einem Plus von 23 Kindern sei der höchste Wert in den letzten zehn Jahren erreicht worden, erläuterte Piellusch. Einen leichten Rückgang gibt es bei den Hortplätzen. Das führt Piellusch jedoch auf die Einrichtung der Ganztagsgrundschule in Klein Heidorn zurück.

Die weitere Entwicklung durch die Beitragsfreiheit für Kita-Plätze ist noch nicht absehbar. Es sollen auf jeden Fall noch weitere Einrichtungen entstehen. So gebe es Gespräche mit einem Investor über den Neubau einer Kita im Kellerbusch, berichtete Piellusch. Für Steinhude werde ein weiterer Standort geprüft. Die Bebauungspläne für die Mühlenaue West und Sorsumer Straße sähen ebenfalls neue Einrichtungen vor. Ein weiteres Problem sei aber auch Personal zu finden, sagt Stockum. Allein in den nächsten drei Jahren werden 142 Betreuungskräfte benötigt.

Von Rita Nandy

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