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00:17 11.09.2017
Von Kathrin Götze
Historische Hinweistafeln in Steinhude enthüllt: Timm Weski hat die Geschichte der versunkenen Burgüberreste zusammengefasst. Quelle: Kathrin Götze
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Steinhude

Direkt an der Promenade steht die Tafel, die sich mit den Überresten einer mittelalterlichen Burg befasst. Mancher Segler hat bei niedrigem Wasserstand schon mit den Pfählen und Steinen Bekanntschaft gemacht, die etwa 100 Meter vor der Promenade im Schlamm liegen. Lange Zeit ging man davon aus, dass es sich um die urkundlich verbürgte "Kranenburg" handle - doch das ist inzwischen widerlegt, wie Archäologe Timm Weski bei der Enthüllung sagte.

Nur wenige Meter weiter findet sich nun auch eine Hinweistafel auf eine Festung, die weit besser bekannt ist: Die künstliche Insel Wilhelmstein, erbaut im 18. Jahrhundert unter Graf Wilhelm Friedrich Ernst zu Schaumburg-Lippe, ist schon lange wichtiger Anziehungspunkt für Steinhude-Besucher, Anke und Hans Jürgen "Charlie" Witte haben ihre Geschichte auf der zugehörigen Tafel knapp zusammengefasst.

Eine historische Kastenmangel, 1854-55 errichtet, aus Familienbesitz hegen und pflegen Gisela und Wilhelm Bredthauer seit Jahren. Bredthauer, inzwischen Ortsbürgermeister in Steinhude, erläutert, wie das Leinen nach der Behandlung unter dem mit rund 10 Tonnen Findlingen gefüllten Mangelkasten seinen speziellen Glanz bekommt.

Diese drei und weitere Stätten sind Thema und Ziel am Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, an dem sich die Ortsgruppe Steinhude im Heimatverein maßgeblich beteiligt, wie der Vorsitzende Jürgen Engelmann ankündigte. "Ein Ort kann nur Zukunft haben, wenn wir uns erinnern, woher wir kommen", sagte Matthias Fischer, Steinhuder Geschäftsstellenleiter der Volksbank, die den Heimatverein mit Spenden für die Tafeln unterstützt.

Am Tag des offenen Denkmals bietet Steinhude zehn Stationen:

Die Kastenmangel von 1855, Unter den Hestern, ist ein Überbleibsel der Weberei-Geschichte Steinhudes und die größte Anlage ihrer Art in Europa. Vorführungen finden von 11 bis 17 Uhr alle 30 Minuten statt. Die Windmühle Paula ist von 11 bis 18 Uhr in Betrieb und kann besichtigt werden, eine Ausstellung informiert über Mühlenrestauration und andere Windmühlen in der Seeprovinz.Die St. Petrus Kirche ist ab 11 Uhr geöffnet, der Gottesdienst findet um 10 an der Kastenmangel statt. Fischer- und Webermuseum: Das Fachwerkgebäude von 1850 beherbergt Steinhudes Heimatmuseum und ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet.Strandhaus Henning, Lütjen Deile 19: Es wurde 1912 aus Holz gebaut, zeugt vom frühen Segeltourismus am Steinhuder Meer. Besichtigungen ab 11 Uhr. Das Scheunenviertel ist von 11 bis 17 Uhrjede Stunde Ausgangspunkt für Führungen durch das historische Steinhude, ein Infostand des Schaumburg-Lippischen Heimatvereins bietet weitere Infos.Über die Burgstall "Burg" vor der Uferpromenade informiert ein Infostand auf der Ratskeller-Wiese (Neuer Winkel). Die Insel Wilhelmstein ist von Steinhude aus per Schiff zu erreichen. Um 14.30 Uhr beginnt eine Führung durch die 1761 erbaute Festung, Eintritt 5 Euro.

Großenheidorn: Die St. Thomas Kirche stammt aus dem 17 Jahrhundert. Um 10 Uhr ist dort Gottesdienst, danach ist die Kirche bis 18 Uhr zu besichtigen, eine kleine Ausstellung informiert über Großenheidorn.

Idensen: Die Sigwardskirche öffnet tagsüber, 10 bis 17 Uhr für Führungen, um 17 Uhr beginnt dort ein Konzert mit Geige und Bajan im Dialog.

Hagenburg: Schloss Hagenburg, die Sommerresidenz der Schaumburger Fürsten am Hagenburger Kanal, ist heute ein Auktionshaus. Von 15 bis 18 Uhr kann es besichtigt werden.Bergbaumuseum Schacht Weser: Im ehemaligen Pförtnerhaus des Schachtes entstand seit 1997 ein Museum über den Kalibergbau in der Region. Das Museum ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet. St. Nicolai Kirche: Die 1969 erbaute neugotische Hallenkirche ist ein besonderes Schmuckstück. Von 10 bis 18 Uhr ist das Gotteshaus zu besichtigen, ab 14 Uhr finden Führungen nach Bedarf statt.

Fotostrecke Wunstorf: Fischerort hat viel Historisches zu bieten

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