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Wunstorf Naturschutz: Region hat Grenze abgestimmt
Umland Wunstorf Naturschutz: Region hat Grenze abgestimmt
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00:16 09.12.2018
Die neue Umweltdezernentin der Region. Christine Karasch, stellt sich bei der CDU Steinhude vor. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Die Grenze des Naturschutzgebiets am Westufer des Steinhuder Meeres soll im anstehenden Verfahren so verschoben werden, dass wie schon im Osten weitere Wasserflächen unter Schutz gestellt werden. Die neue Regionsdezernentin für Umwelt, Planung und Bauen, Christine Karasch, hat bei der CDU Steinhude am Mittwoch berichtet, dass der Verlauf in der Verwaltung bereits mit dem Regionspräsidenten Hauke Jagau abgestimmt worden ist. „Wir glauben, dass wir eine Regelung gefunden haben, die auch Seglern entgegenkommt“, sagte sie. Sie betonte aber, das Umweltministerium habe der Region klar signalisiert, dass das Schutzgebiet dort ausgeweitet werden müsse.

Anfang nächsten Jahres soll der konkrete Vorschlag der Region in die politischen Gremien kommen. „Das nächste halbe Jahr wird sicher noch sehr intensiv“, erwartet die Dezernentin. Aus der Versammlung wurde auch gefordert, sehr transparent zu machen, was in der Natur jeweils tatsächlich geschützt werden muss.

Karasch sieht aber auch keinen Sinn darin, die kommenden Diskussionen vorzeitig abzubrechen, weil die EU auf einen schnellen Abschluss drängt. Allerdings erwartet sie, dass zumindest die Debatten um den Flugbetrieb des Fliegerhorstes abgekürzt werden können, weil die Verwaltung aus den vorangegangenen Verfahren gelernt habe. Auch Wunstorfs Baudirektor Robert Lehmann sagte mit Blick auf diesen Punkt: „Wir sollten uns nicht mehr zu lange über Themen streiten, bei denen wir uns eigentlich einig sind.“

Stefan Kuhn vom Ballonteam Steinhuder Meer machte aber deutlich, dass er weiter gegen die Verbote kämpfen werde, den See auf seine Weise zu überfliegen. „Mittlerweile laufen vier Klageverfahren, die noch nicht entschieden sind. Die Sache nimmt aber mittlerweile einen durchaus bundesweit relevanten Charakter an“, sagte der Bordenauer. Zum Toten Moor laufen auch noch zwei Gerichtsverfahren, die die Notgemeinschaft Steinhuder Meer unterstützt.

Bei der notwendigen Entschlammung zeigte Karasch sich bereit, gemeinsam mit dem Land zu erproben, welches dafür die besten Verfahren sind. Bei den Poldern wie bisher sieht die Region den Flächenbedarf skeptisch und hält insbesondere das Mardofer Feld, das vielfach als mögliche Lagerfläche für Schlamm genannt wird, für nicht geeignet. Sie hofft auf technische Innovationen bei der Schlammbehandlung.

Beim Naturpark Steinhuder Meer will Karasch sich dafür einsetzen, den Personalbestand von derzeit 5,5 Stellen weiter auszubauen, um das Tourenangebot ausweiten zu können. Die Rolle des Rangers sieht sie eigentlich nicht daran, als Ersatzpolizist zu agieren.

Von Sven Sokoll

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