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Wunstorf GWS-Leiterin wechselt in den Ruhestand
Umland Wunstorf GWS-Leiterin wechselt in den Ruhestand
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00:18 30.06.2018
Der Dezernent Georg Bittner von der Landesschulbehörde überreicht Regina Lies ihre Urkunde, mit der sie in den Ruhestand versetzt wird. Quelle: Sven Sokoll
Steinhude

Die Graf-Wilhelm-Schule (GWS) in Steinhude muss in den letzten beiden Jahren ihrer Existenz ohne ihre bisherige Schulleiterin Regina Lies auskommen. Lies verabschiedete sich am Mittwoch in den Ruhestand. Künftig wird Ines Sonnenschein-Steinlüke die Schule leiten.

Lies war nach unterschiedlichen Stellen 1998 Konrektorin der Albert-Schweitzer-Schule geworden und übernahm 2005 die Leitung der Hauptschule Geschwister-Scholl-Schule in Seelze. 2010 wechselte sie an die Haupt- und Realschule in Steinhude. „Jürgen Engelmann hat eine hervorragend organisierte Schule hinterlassen, aber wir haben sie auch noch weiter entwickelt. Ein herausragendes Ereignis war dabei der Besuch des Dalai Lama“, erinnerte sich die scheidende Rektorin.

Die Leiterin der Graf-Wilhelm-Schule Steinhude wechselt in den Ruhestand.

Kurz danach beschloss der Rat aber, dass die Schule wegen sinkender Schülerzahlen ganz auslaufen soll, nachdem das Ende des Hauptschulzweigs schon vorher festgestanden hatte. Im nächsten Schuljahr besteht die GWS nur noch aus aus drei Klassen des neunten und zehnten Realschuljahrgangs mit insgesamt knapp 60 Schülern.

Dazu wurde Lies auch noch beauftragt, die Scharnhorstschule in Wunstorf im letzten Jahr zu leiten, der das gleiche Schicksal beschieden war. „Auch wenn du gleich zwei Schulen abwickeln musstest, hast du immer eine sehr große Haltung dabei gezeigt“, bescheinigte ihr die Leiterin der Evangelischen IGS, Elke Helma Rothämel.

Lies hatte sich gemeinsam mit der Volkshochschule seit den achtziger Jahren auch für Menschen engagiert, die den Hauptschulabschluss nach einer erfolglosen Schulzeit nachholen wollen. Den Vorsitz in der Prüfungskommission dafür behält sie vorerst. An der Graf-Wilhelm-Schule hatte sie ihre Dienstzeit noch verlängert und konnte sich so am Mittwoch mit dem Lied „Mit 66 Jahren“ von ihren Kollegen verabschieden lassen.

Eine Konrektoren-Stelle hatte die Schule wegen ihrer Größe bisher schon nicht mehr. Deshalb hatte Sonnenschein-Steinlüke sich in letzter Zeit in die Aufgaben der Schulleitung eingearbeitet und wird mit der Funktion nun nur beauftragt, ohne dass es noch einmal ein richtiges Besetzungsverfahren gibt. Das Kollegium hat es es schwer, weil fast alle Lehrer zwischen unterschiedlichen Schulen pendeln müssen. „Wir wollen in der verbleibenden Zeit aber noch einmal zeigen, dass es uns gibt“, kündigte Sonnenschein-Steinlüke an.

Von Sven Sokoll

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