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Wunstorf Hölty: Steinhuder Filiale soll auslaufen
Umland Wunstorf Hölty: Steinhuder Filiale soll auslaufen
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00:23 15.10.2018
Aus dem Schulzentrum Steinhude soll das Gymnasium im nächsten Sommer ausziehen. Quelle: Rocktäschel
Wunstorf/Steinhude

Die ganz große Überraschung ist es nicht mehr, aber jetzt hat auch die Stadtverwaltung sich für die Zukunft des Hölty-Gymnasiums festgelegt: Sie schlägt dem Rat vor, die Außenstelle in Steinhude zum Ende des Schuljahres auslaufen zu lassen. Statt dessen soll bei der Landesschulbehörde eine neue, nur 700 Meter entfernte Außenstelle am Luther Weg für zunächst drei Jahre beantragt werden.

Das folgt den Voten der Schulgremien und einer Vorab-Stellungnahme der Behörde, die eine Verlängerung der Steinhuder Außenstelle als nicht realistisch einstufte. Der Ortsrat Steinhude hatte sich vorher allerdings schon einstimmig für ihren Erhalt ausgesprochen.

Die Stadtverwaltung setzt sich in ihrer Vorlage mit vielen Argumenten auseinander. Am Ende sind für sie für den Vorschlag drei Gründe ausschlaggebend: Neben der Haltung der Schulbehörde sind das die bisherigen organisatorischen Probleme, die mit einer näher liegenden Außenstelle gelöst werden könnten. Diese Schwierigkeiten hatten im März zum Vorstoß der Schulleitung geführt, auf den Standort Steinhude doch im nächsten Sommer schon nach drei Jahren zu verzichten. Die Schule soll besser zu einer Einheit verschmelzen können.

Außerdem sieht die Verwaltung den baulichen Zustand des Schulzentrums Steinhude als ein Risiko an. Dort wurde bereits bei der Debatte über die Schließung des selbstständigen Gymnasiums Steinhude 2015 von einem Sanierungsbedarf in Höhe von 10 bis 12 Millionen Euro ausgegangen. Gravierende Probleme sieht die Verwaltung beim schadhaften Dach, der veralteten Fernwärme-Versorgung und den Fenstern, die komplett getauscht werden müssten. „Somit kann aus baulicher Sicht nicht gewährleistet werden, dass das Schulzentrum Steinhude ohne größere Unterhaltungsmaßnahmen noch drei Jahre fortgeführt werden kann“, heißt es in der Vorlage. Da das Ende seiner Nutzung absehbar ist, seien größere Investitionen dort nicht mehr zu rechtfertigen.

Den Anbau von bis zu 16 zusätzlichen Unterrichtsräumen an der Hauptstelle an der Hindenburgstraße will die Verwaltung innerhalb von drei Jahren gewährleisten. Dafür sind im aktuellen Haushaltsentwurf auch schon 3,5 Millionen Euro vorgesehen. Das genaue Konzept soll so schnell wie möglich erarbeitet werden.

Mit Regiobus ist auch schon über die Schülerbeförderung zu der neuen Außenstelle gesprochen worden. Diese wird gewährleistet. Auch für die bisher dort untergebrachten IGS-Klassen gibt es schon eine Busanbindung.

Nach den Beratungen in den Gremien soll der Rat den Beschluss am 7. November fassen. Danach sollen die Schulbezirke auch angepasst werden. Bisher waren den beiden Hölty-Standorten bestimmte Bezirke des Stadtgebiets zugewiesen worden.

Von Sven Sokoll

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